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Straßenbau : Wer’s kaputt macht, muss es auch wieder heil machen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ein neuer Beschluss regelt die Bedingungen zu Straßenaufbrüchen auf der Insel.

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 05:08 Uhr

Viele Straßen auf der Insel befinden sich in einem maroden Zustand: Abgesenkte oder aufgedrückte Querrillen als Folge von Reparaturen an Hausanschlüssen, abgesackte Gullys in der Straßenmitte oder um mehrere Zentimeter vertiefte Rinnsteine am Straßenrand. Der Sylter Auto- und Fahrradfahrer spürt jeden Schlag, Ausweichen ist in machen Situationen zwecklos und die Unfallgefahr ist erhöht, da die Fahrzeuge die sichere Bodenhaftung verlieren. Woran liegt’s? Das Tiefbauamt findet schnell einen Schuldigen.

„Durchschnittlich werden auf der Insel 800 Hausanschlüsse im Jahr saniert“, erklärt Dirk Russkamp aus der Abteilung Verkehr- und Tiefbauplanung die Lage, „nachdem die Firmen mit ihren Arbeiten an den Leitungen fertig sind, wird der Aufbruch oft nur schlecht und schlampig wieder zugemacht.“

Um solche Schäden in Zukunft zu vermeiden, hat der Bauausschuss der Gemeinde Sylt einem Beschluss zugestimmt, der ab sofort die Bedingungen zu Straßenaufbrüchen auf der Insel regeln soll. Die Firmen, die ein Bauvorhaben planen, müssen ab sofort mindestens drei Wochen vor Baubeginn einen „Antrag zur Erteilung einer Aufbruchgenehmigung“ beim Bauamt einreichen. In diesem verpflichten sie sich, nach den Arbeiten die Straße oder den Bürgersteig fachgerecht wiederherzustellen.

Um sicherzugehen, dass die Straße nach den Arbeiten ihren ursprünglichen Zustand erhält, gibt es in Zukunft vor Baubeginn eine gemeinsame Ortsbegehung mit dem Antragssteller, der bauausführenden Firma und einem Vertreter der Gemeinde, bei der der Zustand der Straße dokumentiert wird. Werden nach den Arbeiten durch das Bauamt Mängel bei der Wiederherstellung dieses Zustandes festgestellt, müssen diese laut der neuen Regelung sofort beseitigt werden.

„In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass wir die Firmen, die solche Bauvorhaben planen, besser kontrollieren müssen“, sagt Russkamp, „mit der Antragsstellung bestätigen sie die neue Ordnung und müssen sich dann natürlich an das technische Regelwerk zur fachgerechten Instandsetzung halten.“

In dem Beschluss legt das Tiefbauamt ebenfalls fest, dass nur solche Unternehmer Straßenarbeiten ausführen dürfen, die auch über eine ausreichende und nachweisbare fachliche Qualifikation verfügen und entsprechende Fachkräfte und Geräte einsetzen. „Wenn eine Firma diese Voraussetzungen nicht erfüllt, können wir eine Bauausführung auch untersagen“, so Russkamp, „letztendlich wollen wir die Firmen mit dem Beschluss aber einfach dafür sensibilisieren, ihre Arbeit ordentlich durchzuführen.“

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