zur Navigation springen

Guerilla-Aktion auf Sylt : Wer hat die Westerländer Innenstadt bestrickt?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In einer Guerilla-Strick-Aktion haben Unbekannte Poller, Laternen und Bänke in Wolle gehüllt – und machen vielen damit eine große Freude.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 15:30 Uhr

Wer Poller oder Straßenlaternen anstarrt, wirkt in der Regel eher verrückt. Gestern gab es für die Passanten allerdings einen guten Grund dafür, überall in den Westerländer Fußgängerzonen stehen zu bleiben und  Bänke, Poller und Laternenpfähle mit einem Lächeln im Gesicht zu betrachten. Denn über Nacht hatten Unbekannte in einer Art Guerilla-Aktion die schnöden grauen Objekte mit bunten Stricküberzügen versehen. Seitdem finden sich Nikolaus-, Engel- und Pinguinfiguren kurz vor dem Rathaus, es gibt Poller mit niedlichen Gesichtern oder im gestreiften Leuchtturm-Outfit.

Guerilla-Stricken ist mittlerweile in vielen Städten eine beliebte Form der Straßenkunst. Ursprünglich kommt die Idee aus Texas, wo eine Gruppe von Strickerinnen 2005 damit begann, Türklinken zu verschönern, statt Socken oder Pullover zu stricken. Nach Deutschland kam die Aktion fünf Jahre später. Seitdem gibt es Guerilla-Stricken beispielsweise in Frankfurt, Bochum, München oder Münster.

Auf Sylt findet die Idee viel Anklang. „Das ist grandios“, findet eine Frau und eine ältere Dame erzählt, dass sie jeden Tag strickt und daher weiß, wie viel Arbeit hinter den bestrickten Pollern steckt. „Ich würde gerne wissen, wer das gemacht hat“, meint eine Spaziergängerin mit Blick auf die bunte Straßendekoration, „damit ich Danke sagen kann.“ Wer allerdings die Farbe in diese trüben Dezembertage gebracht hat, scheint niemand zu wissen. Ein Rätsel, dass die Sylter Rundschau gerne lösen würde. Über Hinweise an redaktion.sylt@shz.de freuen wir uns.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen