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Verkehrsregel missachtet : Wer bei Rot geht, muss zahlen

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Wer bei Rot über die Ampel geht, kommt meist ungeschoren davon. Nicht aber, wenn man von der Polizei erwischt wird. So passierte es einer Insulanerin, die sich dann über die Beamten beschwerte.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 16:22 Uhr

"Bei Rot stehen, bei Grün gehen" – eine Regel, die Kinder früh lernen. Doch nicht immer wird sich an diese Verkehrsvorschrift gehalten. Schon gar nicht von den Erwachsenen, die es wissen müssten. Wie die Sylterin Sandra Morchner, die gegen 6 Uhr morgens eine  rote Fußgängerampel an der L24 bei der Kreuzung zum Fliegerhorst missachtete. Ihr Argument: die Straße sei komplett frei gewesen. Doch sie wurde beim Überqueren von zwei Sylter Polizeibeamten gesichtet – und angehalten.

 "Es geht mir nicht um den Sachverhalt, sondern um die Art und Weise, wie die Polizeibeamten mit mir umgegangen sind." Die Beamten hätten sie mit "quietschenden Reifen, Blaulicht und Sirenen verfolgt". Eine solche Reaktion stehe in keiner Relation zu ihrem Vergehen, kritisiert sie das Verhalten der Beamten. Das Bußgeld in Höhe von fünf  Euro habe sie bereits bezahlt und streitet auch nicht ab, dass sie eine Ordnungswidrigkeit begangen hat – "die Sache ist für mich nun beendet."

Ohne auf den konkreten Sachverhalt direkt einzugehen, erklärt Haye Jebsen, dass es immer mal wieder vorkomme, dass Verkehrsregeln missachtet werden. Auch als Fußgänger müsse man alle Ampeln, die in Betrieb sind, beachten. Bei einer Bedarfsampel, die nicht durchgängig leuchtet, ist man dazu aufgefordert, den Knopf zu drücken, so der Sylter Polizeichef  weiter. Das Beachten von Verkehrsregeln sollte nicht von der Uhrzeit abhängig gemacht werden. Desweiteren habe man als Erwachsener auch eine Vorbildfunktion zu erfüllen.

Wer eine rote Ampel missachtet und von der Polizei angehalten wird, hat mit einem Verwarnungsgeld zu rechnen und muss nach Aufforderung der Polizei Angaben zu seiner Person machen, am besten mit einem Personalausweis. Wenn man diesen nicht bei sich trägt, müsse man gegebenenfalls auch mit auf das Polizeirevier fahren, erklärt Jebsen. Doch auch die Polizisten müssen sich ausweisen, wenn der Bürger es von ihnen verlangt. "Die Uniformen sind aber schon ein deutliches Signal", sagt der Polizeichef.

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