Wenn Engel durch Sylter Wellen surfen

Los ging’s beim Kids Day mit ersten Einweisungen und Trockenübungen. Fotos: Boockhoff/tiefseh.net
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Los ging’s beim Kids Day mit ersten Einweisungen und Trockenübungen. Fotos: Boockhoff/tiefseh.net

Trotz schwieriger äußerer Bedingungen: Surf Club Sylt feierte erfolgreiches zehnjähriges Jubiläum des Kids Days

shz.de von
03. September 2018, 15:22 Uhr

Aus verschiedenen Gründen stand der diesjährige Kids Day des Surf Club Sylt (SCS) am 25. August unter keinem guten Stern. Die Tiden waren auf den ersten Blick ungünstig, die Ebbe viel zu spät dran, die Vorhersagen für Wind, Wetter und Wellen zu heftig für die Kinder und jugendlichen Surfanfänger. Umso mehr freuten sich schließlich Helfer, Organisatoren und die gut zwanzig Sylter und Gäste-Kinder darüber, als der Himmel plötzlich aufklarte und sich die Sonne ihren Weg ins Freie erkämpfte. Vom Regen war keine Spur mehr und auch der Wind ließ glücklicherweise nach, sodass dem 10. Kids Day Sylt praktisch nichts mehr im Wege stand.

Nach einer Begrüßung durch die Mitglieder des Surf Club Sylt bekamen die Kinder und Jugendlichen, unterteilt in zwei Gruppen, einen Erste-Hilfe-Kurs von DRK-Rettungsassistent Sven-Okke Drath sowie einen Einblick in die Arbeit von Surflehrer Angelo Schmitt alias „Shades of Trash“. Beide machten deutlich, dass sowohl die Gesundheit als auch der Schutz der Ozeane und unseres Planeten existenziell sind. „Es ist ein globales Problem. Wir müssen global denken und lokal handeln“, bringt der Naturschützer Angelo Schmitt es auf den Punkt.

Mit dem just erlernten Wissen, das die Kinder förmlich aufsaugten, ging es an die „Basics“ des Surfens: Neopren-, Board- und Materialkunde – erklärt und näher gebracht durch Tim Surtmann, Teamchef des „Nationalteam Wellenreiten“. Im kompletten Surfoutfit lief die gesamte Gruppe anschließend mit Equipment vom Parkplatz des Strandabschnittes K4 in Hörnum frohen Schrittes und mit großer Vorfreude zum Strand. Dass es gar nicht so einfach ist, ein Surfbrett von A nach B zu schleppen, insbesondere bei spürbaren Böen, merkten die Kids prompt. Doch wer diesem Sport nachgehen möchte, sollte schnell lernen, sein Material fest im Griff zu haben. In Kürze und mit Teamarbeit hatten alle die richtige Taktik jedoch flott raus. Nach einigen Aufwärm- und Trockenübungen wurden die Kids Day-Teilnehmer etappenweise mit Brett ins Meer geführt. Die spürbare Nordströmung erforderte eine gute Koordination der Helfer, für die Insulaner kein Problem. „Es war toll zu beobachten, wie sich alle Kinder und Jugendlichen wohlgefühlt und mitgemacht haben. Jeder war von Beginn an motiviert und konzentriert. Es hätte nicht besser laufen können“, so SCS-Vorstandsmitglied Surtmann.

Gut anderthalb Stunden dauerte die Schulung in der Nordsee, bis die illustre Truppe wieder gen Ostseite aufbrach. Dort wartete schon die wohlverdiente kulinarische Stärkung von Möllers Anker sowie Sylter Brause und Wasser von der Sylt Quelle. Für eine tolle Goody-Tüte sorgten die Surf-Marke Billabong und das Sylter Modegeschäft Inselkind, die alle Kids mit großer Freude entgegen nahmen. Und dann zum Schluss, allesamt müde, gesättigt und glücklich, begann es vom Himmel zu tröpfeln. Als die Kinder in die Autos einstiegen, verzog sich die Sonne hinter Wolken. So ist das nun mal, wenn Engel surfen.


Alle Kids Day-Highlights unter den Instagram-Story-Highlights des SCS oder auf www.surfclubsylt.de.


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