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Gestürzte Zeitungszusteller : Wenn der Winter auf Sylt weh tut

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wie gefährlich verschneite und vereiste Gehwege und Hauseingänge sind, haben in den letzten beiden Tagen mehrere Zusteller der Sylter Rundschau erfahren müssen. Eine davon ist Eva-Maria Huckfeld-Holz, die sich bei einem Sturz das Handgelenk brach.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Für all jene, die sich während der derzeit eisigen Tage beim Frühstück zu Hause darüber geärgert haben, dass die Tageszeitung nicht wie gewohnt im Briefkasten lag: Zwischen der nicht ausgetragenen Zeitung und dem fiesen Winterwetter besteht ein Zusammenhang. Mehrere Austräger der Sylter Rundschau haben sich in der Nacht zu Montag auf eisigen oder verschneiten Fußwegen auf ihrer nächtlichen Route durch Stürze verletzt.

So wie Eva-Maria Huckfeld-Holz: Um ihre Bezirke in Westerland und Tinnum in der Nacht zu Montag trotz Schnee beliefern zu können, hatte die 46-Jährige sich kurzerhand Skier angeschnallt. „Das hat wirklich gut funktioniert – mit dem Fahrrad wäre man bei dem Wetter ja nicht weit gekommen“, erzählt die Sylterin. Doch an einem eisigen Hauseingang kam Huckfeld-Holz ins Rutschen und krachte auf ihr Handgelenk. Wegen eines komplizierten Bruchs muss sie nun mindestens sechs Wochen einen Gips tragen.

Seit vier Jahren bringt die Frau mit der auffälligen Haartolle die Zeitungen zwischen nachts um eins und morgens um sechs zu den Insulanern nach Hause – und ist damit auch Expertin für das Räumverhalten der Insulaner: „Teilweise werden Schnee und Eis wirklich schlusig entfernt, einige Spezialisten machen den Schnee prinzipiell nicht weg.“ Andere würden lediglich vor ihrer eigenen Tür kehren, aber zentimetergenau an der Grenze zum Nachbargrundstück stoppen. Generell könne sie sich über die Sylter aber nicht beklagen – die meisten kämen ihrer Räumpflicht schon nach.

Ähnlich klingt es aus dem Ordnungsamt der Gemeinde Sylt. Hier klingelten in den vergangenen Tagen nur vereinzelt die Telefone, weil sich Anwohner über die nicht geräumten Gehwege ihrer Nachbarn beschweren wollten. Auch in der Asklepios Nordseeklinik hielt sich die Zahl der durch Glätte oder Schnee verursachten Verletzungen in Grenzen: Hier verzeichnete man lediglich drei Brüche und zwei Prellungen.

Da es laut Vorhersage in den kommen den Tagen weiterhin frostig bleiben soll und es vereinzelt schneien kann, weist das Ordnungsamt der Gemeinde Sylt auf die Räumpflicht der Sylter hin: In der Zeit von 7 bis 20 Uhr haben die Anlieger die Gehwege vor ihren Grundstücken in einer Breite von 1,50 Metern frei von Schnee und Eis zu halten. Die Verpflichtung beginnt unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls beziehungsweise nach dem Entstehen der Glätte.

Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen. Beim Streuen sollten ausschließlich abstumpfende Mittel verwendet werden. Der Einsatz von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen ist auf besondere klimatische Ausnahmefälle (zum Beispiel Eisregen) zu begrenzen. Weitere Infos gib’s beim Ordnungsamt unter Tel. 04651-851-501 oder -502.

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