Sylter Bands : Wenn der Muschelrock zum Tanzen lockt

Wilde Sitz-Tanz-Action während des Muschelrocks: Die Sylter Bands schafften es, ihr Publikum in Stimmung zu bringen. Fotos:  Boom
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Wilde Sitz-Tanz-Action während des Muschelrocks: Die Sylter Bands schafften es, ihr Publikum in Stimmung zu bringen. Fotos: Boom

Da rockt die Muschel: Fünf Sylter Bands sorgten für Partystimmung auf der Promenade und zeigten, wie vielfältig die Sylter Musikszene ist.

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29. Juni 2014, 16:45 Uhr

Ausgelassene Stimmung, Traumwetter und ein abwechslungsreiches Programm mit klasse Musik: hunderte Fans, aber fast ebenso viele Zufallsgäste kamen am Samstagabend zum Muschelrock auf die Westerländer Promenade.

Zum vierten Mal hatte der Verein Sylter Bands das Open-Air-Event in der Musikmuschel organisiert – diesmal mit fünf Inselbands, die von Jazz bis Hardrock alles boten und aufs Neue zeigten, wie vielfältig die Sylter Musikszene ist. Den Auftakt machten Leonore Retiene und die Männer ihrer Band Black Coffee mit gelungenen Coverversionen von Amy Winehouse und der schwedischen Jazzsängerin Ida Sand. Es folgten Rock- und Blues-Classics von Mojo – der Band, in der auch die umtriebigen Muschelrock-Organisatoren Stefan Lorenzen und Ron Glauth spielen. Sänger Arnold Kraft überraschte die Zuhörer dabei mit seiner rockig-souligen Interpretation von „Das Model“ der legendären Elektropopband Kraftwerk.

Etwas aufgeregt, doch souverän in ihrer Performance waren die jungen Musiker der Grunge- Rock-Band Smear Jam Bread, denn es war ihr erster Live-Gig vor großer Kulisse, seitdem sie beim Henner-Krogh-Wettbewerb den Publikumspreis gewannen. Anschließend rockte Insellegende Mungo Park die Promenade, riss zahlreiche Zuhörer sogar zum Tanzen von den Sitzen und spielte natürlich auch ihre Hits „Sommer auf Sylt“ sowie „Vor der Flut“. Zum Abschluss wehte dann ein frischer Wind von der Bühne: Viele Fans erwarteten mit Spannung den Auftritt der erst im Herbst 2013 gegründeten Band Inselsturm, die ihren Stil als „Alternate Melodic Cross Core“ bezeichnen – schnell, laut und auch gerne mal heavy.

Ein straffer Zeitplan und ein perfektes Management sorgten dafür, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne ging. Es gab so gut wie keine Umbaupausen, sondern Musik pur am laufenden Band. „Wir vom Vorstand und alle Musiker sind voll zufrieden“, sagte Stefan Lorenzen vom Verein Sylter Bands „Es war ein super Event, der die Muschel echt gerockt hat!“

Der Vorsitzende des Vereins freute sich auch, dass trotz Tanz- und Partylaune alles friedlich geblieben ist. Eine halbe Stunde vor dem Ende sei zwar die Polizei gekommen, weil sich ein Anwohner wegen angeblichen Lärms beschwert habe. „Aber wir konnten schnell klären, dass sämtliche Vorgaben zu Uhrzeit und vor allem der Lautstärke eingehalten wurden. Vielleicht gefiel dem Zaungast die letzte Band nicht, aber trotz Hardrock waren die sogar leiser als sonst die Romada-Singers“, erklärte Lorenzen.


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