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Umweltaktion auf Sylt : Weniger Müll im Listland

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Initiative von Sylter Werkstätten und Naturschutzgemeinschaft sammelte zehn Kubikmeter Plastikabfälle

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2016 | 05:30 Uhr

Vergangenen Sonnabend fand im Naturschutzgebiet Listland eine große Müllsammelaktion im Rahmen des Projekts „Heimatliebe Sylt – Plastikinsel Nein Danke!“ statt. Dahinter steckt eine gemeinsame Initiative der Sylter Werkstätten und der Naturschutzgemeinschaft Sylt – die Schirmherrschaft hat Nikolas Häckel, der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, übernommen. Menschen mit und ohne Behinderung auf der Insel haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Problematik der Plastikverschmutzung im Meer und an Land hinzuweisen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zum Mitmachen zu animieren.

Das Naturschutzgebiet Sylt-Nord wurde aus verschiedenen Gründen für die Aktion ausgewählt. Es ist eine wunderschöne Wildnis, es unterliegt durch Hochwasserstände winterlicher Stürme einem ständigen Wandel, wobei viel Müll hineintransportiert wird und: „Es geht uns alle an. Denn es ist völlig inakzeptabel, dass der von Menschen verursachte Müll dort liegen bleibt und so langsam Gras drüber wächst“, sagt Margit Ludwig, die Geschäftsführerin der Naturschutzgemeinschaft Sylt.

Über 60 Helfer von Sylt, aber auch von außerhalb hatten den Weg auf den Ellenbogen gefunden, von wo aus sie in kleinen Gruppen in die Dünenlandschaft zogen, ausgestattet mit Müllsäcken, Greifzangen und Handschuhen. Schnell verteilten sie sich über eine große Fläche – noch nicht ahnend, was es an Hinterlassenschaften in Form von Plastikmüll alles zu finden geben sollte. Listlandbewohner Thomas Diedrichsen und seine Familie waren fortlaufend nur damit beschäftigt, die sich schnell füllenden Säcke einzusammeln und zu einem Container mit zehn Kubikmeter Fassungsvermögen zu bringen, der von Remondis unentgeltlich für die Umweltaktion bereit gestellt wurde.

Das Ergebnis: Nach zweieinhalb Stunden trafen die Arbeitsgruppen wieder am Startpunkt ein und schilderten, was an „Highlights“ alles aufgefunden wurde – wie ein PC-Monitor oder eine zirka 100 Quadratmeter große Textilmatte, die aus dem Küstenbau übriggeblieben ist. Die Helfer berichteten auch , dass viele große Müllteile fast komplett zugewachsen waren und teilweise nur mit einer Hilfe einer Winde geborgen werden konnten.

Am Ende der Aktion waren alle Teilnehmer hochzufrieden mit dem Ergebnis, allen war es beim Sammeln auch ordentlich warm geworden. Große Verwunderung und fassungsloses Staunen machte sich breit, als klar wurde, dass der Müllcontainer sich bis zum Rand gefüllt hatte. „Es ist ein gutes Ergebnis. Aber es bringt uns auch die Erkenntnis, dass wir mit solchen Aktionen weitermachen müssen und weitermachen werden“, sagte Roland Klockenhoff, der Vorsitzende des Vereins Naturschutzgemeinschaft Sylt. „Denn es liegt noch viel, zu viel herum – und es wird neuer Müll dazukommen.“

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