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Bahnverbindung Sylt-Niebüll : Weniger Fahrten beim Sylt Shuttle

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ab Sonntag schrumpft die Zahl der Verbindungen um ein Drittel. Alle Änderungen zum Fahrplanwechsel bei Autozug und Personenverkehr.

Der Sylt Shuttle der Deutschen Bahn ist der Platzhirsch beim Autotransport auf die Insel. Täglich starten die roten Autozüge 52 Mal in Niebüll und Westerland zu ihrer Fahrt über den Hindenburgdamm. Doch mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag schrumpft das Angebot um ein Drittel: Dann werden nur noch 34 Fahrten täglich angeboten. Gleichzeitig gibt RDC Vollgas: Ab Sonntag schickt der US-amerikanische Bahnkonkurrent seine blauen Autozüge 14 Mal täglich auf die Strecke.

In der Summe ändert sich für die Autofahrer also nicht viel, sie kommen fast halbstündig von der Insel runter. Bleibt die Frage, warum die Deutsche Bahn ihr Angebot für ein Jahr hochgefahren hat. Ging es etwa darum, den neuen Konkurrenten RDC kurz zu halten? „Nein“, lautet das Dementi aus der Hamburger Bahn-Zentrale. „Dieser Fahrplan ergibt sich aufgrund der intensiven Fahrplangespräche mit allen beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen.“


In der Saison fahren sonnabends 44 Sylt Shuttle


Allerdings teilt die Deutsche Bahn das Jahr ihres Autozugs künftig wieder in einen Winter- und einen Sommerfahrplan. Ab 7. April steigt die Zahl der Überfahrten montags bis donnerstags wieder auf 40, das Maximum in der Saison sind sonnabends 44 Überfahrten. Der erste Sylt Shuttle startet morgens um 5.05 Uhr von Niebüll aus, der letzte von Sylt um 21.00 Uhr und am Wochenende um 21.30 Uhr.

Für RDC waren schon im alten Fahrplan seit dem 13. Dezember vergangenen Jahres 14 Abfahrten täglich reserviert, aber erst am 18. Oktober hat das Unternehmen tatsächlich den Betrieb aufgenommen. Zunächst nur werktags mit jeweils zwei Wagenumläufen, seit drei Wochen auch am Wochenende mit drei Wagenumläufen. Ab Sonntag werden täglich 14 Fahrten angeboten. Der späteste Autozug ab Niebüll fährt täglich um 22 Uhr auf die Insel, der späteste zurück aufs Festland um 23.05 Uhr.

Ab 11. Dezember befördert der blaue Autozug auch schwere Transporter bis 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Eine Überfahrt mit diesen Fahrzeugen kostet 75 Euro, für einen Pkw bis drei Tonnen Gesamtgewicht werden 40 Euro berechnet. Gleichzeitig beginnt auch der Verkauf von Zehnerkarten am Container auf dem Westerländer Terminal. Insulaner bezahlen 190 Euro für zehn Überfahrten. Aber auch beim Personenzug müssen sich die Kunden auf Änderungen einstellen. Wer bisher die Insel mit dem Zug um 23.22 Uhr verlassen hat, guckt künftig in die Röhre. Entweder er fährt eine Stunde früher (22.22 Uhr) oder 40 Minuten später (0.02 Uhr). Vier Züge werden für den Fernverkehr um 15 Minuten verschoben und können nicht in Morsum halten, ein weiteres Zugpaar wird um 30 Minuten verschoben.


Deutsche Bahn setzt künftig auch schnelle Sprinterzüge ein


Vom 8. April bis 31. Oktober pendeln an den Wochenenden zwei Sprinterzüge der Deutschen Bahn zwischen Hamburg-Altona und Sylt. Diese Züge halten in Husum, Niebüll, Klanxbüll, Morsum und Keitum und erreichen Altona nach zwei Stunden und 35 Minuten. Morgens starten sie um 7.30 und 8.22 Uhr ab Hamburg-Altona, nachmittags um 16.52 und 17.52 Uhr ab Westerland.

Der tägliche „Bettenwechslerzug“ in der Saison vom 7. April bis zum 31. Oktober fährt deutlich früher – schon um 9.52 Uhr statt bisher 11.52 Uhr. Die Rückfahrt um 14.02 Uhr ist eine Stunde früher als bisher – die neuen Gäste erreichen Westerland um 17.05 Uhr (nur vom 1. Juli bis 3. September). Die Frühverbindung um 4.22 Uhr ab Westerland fährt künftig ohne Umstieg bis Hamburg-Altona durch. Und von der letzten Änderung profitieren auch Inseltouristen von Föhr und Amrum: Der Zug aus Dagebüll erreicht künftig den Anschluss in Niebüll, weil der Regional-Express dort fünf Minuten später (um 10 Uhr) abfährt.

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