Weniger EVS-Millionen für die Gemeinde Sylt

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27. November 2013, 00:33 Uhr

Die Gewinne der Energieversorgung Sylt sind eine der wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde Sylt, der 52 Prozent des insularen Energieversorgers gehören. Ab dem nächsten Jahr wird von den Millionen-Gewinnen jedoch deutlich weniger als bisher im Gemeindesäckel landen. Waren es vor vor vier Jahren noch über vier Millionen Euro, so werden es für dieses Jahr voraussichtlich noch 1,7 Millionen sein. Der Grund ist die Stärkung des Eigenkapitals der EVS, wozu von diesem Jahr bis 2017 jährlich eine Million Euro den Rücklagen zugeführt werden soll.

Um dies zu ermöglichen, hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung eine Änderung des elf Jahre alten Gewinnabführungsvertrages zwischen EVS und dem Insel Sylt Tourismus-Service (ISTS) beschlossen, der die EVS-Anteile der Gemeinde hält. Dieses sogenannte Steuerverbundmodell, ist dann auch ein weiterer Grund dafür, dass immer weniger der EVS-Millionen zur Haushaltsaufbesserung beitragen. Mittlerweile ist nämlich noch der Eigenbetrieb „Kurverwaltung Sylt-Ost“ hinzugekommen, der quasi als Holding aller gemeindlichen Beteiligungen (außer KLM) dient.

Der Betrag, der am Ende von den Gewinnen übrig bleibt, wird dadurch zwar immer geringer, auf der anderen Seite spart die Gemeinde so jedes Jahr Steuern im sechsstelligen Bereich und finanziert mit den EVS-Millionen andere defizitäre Bereiche wie Flughafen, Muasem-Hüs und Therme.

Die Stärkung des Eigenkapitals bei der EVS ist übrigens erforderlich, weil in den kommenden Jahren hohe Investitionen im Bereich der Trinkwasserversorgung und des Versorgungsnetzes anstehen.


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