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Dauerwohnraum in Morsum : Wendt-Wiese nicht endgültig vom Tisch

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Schenkung der Wendt-Wiese in Morsum bleibt weiter aktuell: Ein Arbeitskreis der Gemeinde Sylt soll erneut über Prioritätensetzung für den Wohnungsbau diskutieren.

Die sogenannte Wendt-Wiese in Morsum ist offenbar noch nicht endgültig für den Wohnungsbau verloren. Zwar folgte die Gemeindevertretung am Donnerstagabend nicht dem Antrag der Insel-Liste Zukunft.Sylt, das Grundstück in unmittelbarer Bahnhofnähe im Realisierungskonzept als Potenzialfläche der Priorität 1 einzustufen, die Fraktionen bekundeten jedoch den Willen, eine mögliche Bebauung weiter zu verfolgen. Bei der Verabschiedung des Konzeptes Ende August war die 2,5 Hektar große Wiese mit der Priorität 2 versehen worden, da sie nicht im Eigentum der Gemeinde ist und zudem im Außenbereich liegt. Als Reaktion hatte Eigentümer Andreas Wendt sein Angebot einer Übertragung an die Gemeinde, wie berichtet, zurückgezogen. Sein Anliegen ist ein möglichst schneller Wohnungsbau, um das Dorfleben und vor allem die von der Schließung bedrohte Grundschule zu erhalten.

Der Antrag von Zukunft.Sylt sah vor, die Fläche ausdrücklich zur Potenzialfläche zu erklären, sofern das Ehepaar Wendt sie bis zum 31. März 2014 an die Gemeinde Sylt übertragen habe. Damit solle ein deutliches Zeichen für den Ortsteil gesetzt werden, dass die Gemeinde angesichts der großen Investitionen in Primarhaus und Muasem Hüs alles tut, diese auch langfristig zu beleben. „Angesichts der absoluten Dringlichkeit des Wohnungsbaus in Morsum müssen wir über die Prioritäten reden“, betonte Katinka Gosselaar. Während die CDU ihre Zustimmung zu dem Antrag bekundete, sofern es zu einer „kostenlosen Übertragung zu 100 Prozent“ komme, verwiesen alle anderen Fraktionen auf die gemeinsam verabredeten Kriterien, nach denen man in den kommenden fünf Jahren mindestens 500 Dauerwohnungen in der Gemeinde bauen will.

„Wir haben im Arbeitskreis festgelegt, was am schnellsten bebaut werden kann und wo es noch Probleme gibt. Wenn wir jetzt mal eben so in Einzelfällen diese Kriterien ändern, können wir uns den Arbeitskreis sparen“, argumentierte Gerd Nielsen (SPD). „Das heißt nicht, dass in Morsum nicht gebaut werden soll.“ Während Klaus Jensen (SSW) erklärte, dass ihm seine Zeit für ein solches Vorgehen zu schade sei und es darum gehe, „wo man sofort loslegen kann“, warnte Maria Andresen (Grüne) davor, „jetzt mit Ausnahmen anzufangen“. Auch die SWG zeigte keine Bereitschaft, vom Gesamtkonzept abzuweichen.

„Wichtig ist, dass uns die Möglichkeit nicht verloren geht, dies erreichen wir aber am besten über den Arbeitskreis“, brachte Carsten Kerkamm (CDU) die Diskussion auf den Punkt, woraufhin Zukunft.Sylt den Antrag zurückzog, um das Thema an den Arbeitskreis zu verweisen. Zuvor hatte Bürgermeisterin Petra Reiber berichtet, dass Ehepaar Wendt weiterhin bereit sei, die Wiese zur Verfügung zu stellen. „Ich habe Herrn Wendt gebeten, den Entwurf eines Schenkungsvertrages aufzusetzen und der Gemeinde zukommen zu lassen. Damit wären wir einen großen Schritt weiter.“

An den Arbeitskreis verwiesen wurde auch die Diskussion über das sogenannte Christiansen-Grundstück hinter dem Friesensaal, das ebenfalls mit Priorität 2 versehen wurde, obwohl es bereits den Beschluss gibt, einen Bebauungsplan aufzustellen.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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