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Sylter Rundschau

20. August 2017 | 08:13 Uhr

Dauerwohnraum : Wendt-Wiese bleibt draußen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

500 Dauerwohnungen will die Gemeinde Sylt bis 2018 bauen. Dass die Wendt-Wiese in Morsum bei den Plänen außen vor bleibt, sorgte im Wohnungsbauausschuss für Ärger.

Kurzfristigen Wohnungsbau auf der knapp 2,5 Hektar großen Wendt-Wiese in Morsum, die Rechtsanwalt Andreas Wendt der Gemeinde schenken will, wird es vorerst nicht geben: Die Vorgaben der Landesplanung machen eine schnelle Erschließung der Fläche äußerst unwahrscheinlich. Aus diesem Grund scheiterte jetzt die Forderung, das Areal in das Realisierungsprogramm 500+ des Kommunalen Liegenschafts-Management (KLM) aufzunehmen.

Vor dem Wohnungsbauausschuss erklärte Inselbaumeister Wolfgang Knuth den Fürsprechern der Wendt-Wiese, warum das Gelände nicht in das Konzept passt, dessen Ziel es ist, bis 2018 rund 500 neue Wohnungen in der Gemeinde Sylt zu schaffen: Die Wendt-Wiese habe zu diesem Zeitpunkt der Planung noch keinen Platz auf den Konzept-Listen, da die Landesplanung klare Vorgaben für die Erschließung von möglichen Flächen für den Wohnungsbau ausgegeben habe. „Uns ist immer wieder glasklar kommuniziert worden, dass es auf Sylt keine einzelfallbezogene Erschließung von Außenbereichsflächen mehr geben wird“, sagte Wolfgang Knuth. Und genau darum handele es sich bei der Wendt-Wiese – um eine Außenbereichsfläche. Erst wenn die Gespräche mit Kreis und Land ergäben, dass die ermittelten Potentialflächen des Realisierungsprogramms 500+ sowie des Wohnraumentwicklungskonzeptes 2025 nicht ausreichend seien, bestehe die Möglichkeit, über die Erschließung von Flächen wie der Wendt-Wiese zu diskutieren.

Trotz der Bedenken von Seiten der Verwaltung fand die Einbindung der Wendt-Wiese auch Zustimmung: „Lasst sie uns aufnehmen – es wäre ein wichtiges Zeichen für Morsum und das Land“, forderte Carsten Kerkamm (CDU). Auch Lars Schmitt von der Insel Liste Zukunft Sylt wollte die Fläche sofort im Konzept sehen: „Wenn bis 2018 keine substanziellen Zugewinn von Wohnungen gibt, dann ist die Schule weg.“ Bereits im Vorfeld hatte sich Wiesen-Eigentümer Andreas Wendt in einem offenen Brief an Verwaltung, Presse und Fraktionen gewandt. Er und seine Frau seien „fassungslos“, dass die Fläche trotz eines Beschlusses des Morsumer Ortsbeirates nicht berücksichtigt werden solle.

Doch die Argumente gegen die Aufnahme der Wiese in das Konzept wogen am Ende zu schwer. „Es ist keinesfalls sicher, dass Kreis und Land unseren jetzigen Vorschlägen zustimmen werden“, sagte Ausschussvorsitzender Mario Pennino (SWG). Daher solle das Konzept jetzt besser nicht mit aussichtslosen Vorschlägen „verwässert“ werden, so Wolfgang Knuth. Der Wohnungsbauausschuss stimmte anschließend einstimmig für die Umsetzung der KLM-Realisierungsprogramms 500+. Auch ohne die Einbindung privater Außenbereichsflächen wie der Wendt-Wiese.


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erstellt am 27.Aug.2013 | 18:24 Uhr

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