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Gegensätzlich : Weite Strände und kompakte Welt der Berge

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Im Kaamp Hüs verdeutlichen derzeit ein Kampener und ein Lecher die Gegensätze ihrer beiden Heimat- und Partnerorte in einer Bilderausstellung.

Kampen | Stärker kann der Gegensatz nicht sein: Hier die unendlich scheinende Weite bei Meer und Himmel und sogar beim Sylter Strand. Dort die kompakte Welt der Berge, die mit welligen Almen und gewaltigen Felsmassiven Grenzen setzt.
In Bildern stehen sich die Orte kontrastreich gegenüber

Kampen und Lech verbindet eine gemeinsame Partnerschaft; in Bildern jedoch stehen sie sich kontrastreich gegenüber bei der Ausstellung "Lech in Kampen: Eine bildschöne Kombination", die am Montag Abend im Kaamp Hüs eröffnet wurde.

Georg Schnell, Pensionswirt und Koch in Lech, zeigt als ambitionierter Fotograf Bilder seiner Bergheimat von beeindruckender Farbigkeit und Schönheit. Dabei wirkt manche seiner computerbearbeiteten Aufnahmen wie ein von der Malerpalette stammendes Werk. Etwa die "Winterlandschaft in Oberlech" mit ihren schneebedeckten Bergen. In der Hängung bewusst zugeordnet, weil vom Motiv her konträr, dagegen "Kampen Mitte". Keineswegs spielt Sven Scheppler damit auf die Ortsmitte an, sondern auf den feinen Sandstrand, der sich unterhalb des Roten Kliffs erstreckt.
"Die kalten Finger habe ich heute noch"

Zwei Turmbilder scheinen sich in der Ausstellung grüßen zu wollen: Diagonal gegenüber stehen nämlich, inmitten von wogendem Getreide und üppig wuchernden Blumen, Kampens Leuchtturm sowie die Dorfkirche von Lech mit ihrem uralten Mauerwerk, dessen Grau von Sommerblumen erhellt wird.

"Klein und einzigartig", versteckt platziert, verdient auf jeden Fall seinen Titel. "Die kalten Finger habe ich heute noch," erzählt Sven Scheppler zu diesen drei Aufnahmen. "Eigentlich wollte ich Reiter am Strand aufnehmen. Dann sah ich die Muscheln, wartete auf gutes Licht, ging in die Knie und fotografierte. Kurz danach spülten Wind und Wellen alles weg."
Zur Vernissage kamen 50 Kunstinteressierte

Erfreulich: Annähernd 50 Besucher fanden sich zur Vernissage ein, darunter viele Sylt-Gäste. Etwa Iris Hornschuh und Brigitte Bezold (beide aus Essen), die jeweils lange vor den Bildern standen und sie "stimmungsvoll" fanden, weil sie "den Charakter der Insel einfangen".

Genuss von Kunst, aber auch zusätzlicher Naturgenuss über das Medium des Bildes. Beim Betrachten der Natur, so der Naturforscher Alexander von Humboldt einst in seiner Schrift über den Naturgenuss des Menschen, "stärkt und erfrischt eine geheimnisvolle Kraft den ermüdeten Geist". Sie mag sich in Kampen (bis zum 18. Juli) mit wunderschönen Landschaftsmotiven vermitteln.

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erstellt am 03.Jul.2008 | 06:46 Uhr

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