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Wetter auf Sylt : Weihnachten wird es stürmisch auf der Insel

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Für Heilig Abend und den ersten Weihnachtsfeiertag sagt der Deutsche Wetterdienst kräftigen Wind voraus.

Über dem Atlantik braut sich was zusammen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte gestern gegenüber unserer Zeitung, dass sich Sylter und Urlauber auf stürmische Feiertage einstellen müssen. „So ruhig, wie es im Moment ist, wird es nicht bleiben“, sagte Meteorologin Julia Isabel Schmidt. „Es sieht ganz danach aus, dass es zu Weihnachten im gesamten Norden, aber vor allem an der Küste, sehr stürmisch wird.“

Das liege an einer Westwetterlage zwischen dem Islandtief und dem Azorenhoch, durch die sich eine kräftige Strömung einstelle, die Sylt, nach jetzigem Stand, Sturm bringen wird, so die Meteorologin. „Nach jetzigem Stand zeigen unsere Vorhersagen, dass es am 24. Dezember losgeht und der Sturm am 25. Dezember seinen Höhepunkt erreicht“, berichtet Schmidt. Am ersten Weihnachtsfeiertag müsse mit Windstärke acht bis neun gerechnet werden, vereinzelt können schwere Sturmböen auftreten. „Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass es zu Orkanböen kommt“, so Schmidt.

Eine Namen hat der Sturm noch nicht. „Erst wenn die Wetterlage im Bereich des Nordatlantiks auftaucht, also gegen Ende der Woche, wird er auch mit einem Namen versehen“, erklärt die Meteorologin.

Urlauber, die auf die Insel kommen und Sylter, die an den Feiertagen aufs Festland wollen, sollten sich vor ihrer Reise informieren: Der Sylt Shuttle und der Autozug von RDC nehmen ab Windstärke zehn keine Fahrzeuge mit Gefahrgut, keine Pkw mit Anhängern, keine Wohnmobile und keine Lkw mit leeren Anhängern mit. Ab Windstärke zwölf wird der Betrieb ganz eingestellt. Die Windmessungen erfolgen direkt auf dem Hindenburgdamm, wo eine eigene Station die Wetterdaten weitergibt.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Syltfähre nehmen. „Sturm und Orkan machen uns überhaupt nichts aus“, sagt Birte Dettmers von der Syltfähre. „Wir sind nur eingeschränkt, wenn wir extremes Niedrig- oder Hochwasser haben. Dann können wir die Fähre nicht mehr be- und entladen. Das ist aber sehr selten.“

Sollte es so stürmisch sein, dass die Autozüge aussetzen müssen, will die Syltfähre zusätzliche Abfahrten anbieten, „damit alle zu Weihnachten auf die Insel und auch wieder runterkommen“, so Dettmers. Eine allzu stürmische Überfahrt habe man auch bei hoher Windstärke nicht zu erwarten. „Es kann natürlich sein, dass es ein bisschen schaukelt, aber eigentlich fahren wir immer sehr geschützt.“
 

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erstellt am 20.Dez.2016 | 04:00 Uhr

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