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Wiebke Bleicken von Sylt : Weibliche Jagdinstinkte

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Liebe zur Natur, zum Wild und zur Jagd prägen seit 15 Jahren die Freizeit von der Sylterin Wiebke Bleicken: Sie ist Jagdpächterin, Jugendobfrau des Hegerings Sylt und Jagdhornbläserin

Bereits im jugendlichen Alter von 16 Jahren erwarb sie den Jagdschein, heute gibt sie selbst ihr Fachwissen an die Jugend weiter – und dieses Engagement wurde jetzt in feierlichem Rahmen belohnt: Wiebke Bleicken belegte beim „Hubertus Cup“, einem Wettbewerb des Landesjagdverbands für herausragende Jugendarbeit, den zweiten Platz. Nur die Kreisjägerschaft Neumünster konnte die junge Sylterin noch überflügeln.

Spielerisches Lernen beim Bemalen von Gänseeiern.
Spielerisches Lernen beim Bemalen von Gänseeiern. Foto: privat

„Ein bewegender Moment“ sei es gewesen, als sie im Rahmen des Landesjägertages in Neumünster auf die Bühne gerufen wurde, berichtet die Morsumerin. Unter dem Beifall der Anwesenden – darunter auch eine eigens angereiste Sylter Delegation – nahm Wiebke Bleicken von Landesjagdverband-Präsident Wolfgang Heins und Dr. Silke Schneider, Staatssekretärin im schleswig-holsteinischen Umweltministerium, nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro entgegen, das sie für die Jugendarbeit auf Sylt verwenden wird.

„Ich habe mich über diese Anerkennung ehrenamtlichen Engagements wirklich sehr gefreut“, resümiert die 31-jährige. Voraus gegangen war eine ausführliche Bewerbung, in der sie ihre Aktivitäten beschrieb, an denen im vergangenen Jahr rund 300 Kinder im Alter zwischen vier und 14 Jahren teilgenommen hatten.

Die Bandbreite reichte dabei von Führungen durch die Eidum-Vogelkoje, das Bemalen von Gänseeiern und einem Vortrag in der Norddörfer-Grundschule bis hin zu dem Projekt „Von der Wildnis auf den Teller“, das der Jury besonders gut gefiel.

Wiebke Bleicken nach der Verleihung mit Landesjagdverband-Präsident Wolfgang Heins (2.v.r.) sowie Manfred Uekermann (r.) und Johannes Sanders (l.) vom Hegering Sylt.
Wiebke Bleicken nach der Verleihung mit Landesjagdverband-Präsident Wolfgang Heins (2.v.r.) sowie Manfred Uekermann (r.) und Johannes Sanders (l.) vom Hegering Sylt. Foto: privat

„Dabei wird ein Wild von mir fachkundig zerwirkt und ich erkläre den Kindern alles genau. ‚Das sieht aber lecker aus‘, befanden die Mädchen und Jungen zum Schluss, und das war ein wirklich schönes Kompliment.“ Gefreut hat Wiebke Bleicken sich auch über eine zehnjährige Schülerin, die mit ihrer Unterstützung ein umfangreiches Schulreferat zum Thema Jagd ausarbeitete – „ich hoffe, dass sie später ihren Jagdschein macht und ihre Liebe zur Natur beibehält“.

Die Liebe zur Natur, zum Wild und zur Jagd prägen auch seit nunmehr 15 Jahren die Freizeit von Wiebke Bleicken. Seit sieben Jahren ist sie Jagdpächterin, ihren Hund führte sie in Rekordzeit zur Prüfung, dazu ist sie Jugendobfrau des Hegerings Sylt und Jagdhornbläserin, außerdem anerkannte Naturpädagogin des Deutschen Jagdverbands.

„Wenn ich heute zurückblicke, muss ich sagen: Die anspruchsvolle Prüfung zum Jagdschein, die ja auch das ‚grüne Abitur‘ genannt wird, hat mir das Lernen für alle schulischen und beruflichen Examen sehr erleichtert“, resümiert die Notarfachwirtin.
Von und mit der Natur leben, dies möchte die passionierte Jägerin dem Nachwuchs auch künftig vermitteln. „Vor allem die Zusammenarbeit mit Susanne Rohde und ihren Kindergruppen der Naturschutzgemeinschaft Sylt ist sehr fruchtbar. Das i-Tüpfelchen wäre es, wenn sich mittelfristig auch im Hegering Sylt eine feste Jugendgruppe etablieren ließe.“

Stolz präsentiert die junge Morsumerin die Ehrenurkunde für herausragende Jugendarbeit.
Stolz präsentiert die junge Morsumerin die Ehrenurkunde für herausragende Jugendarbeit. Foto: Deppe

Die nächsten Nachwuchs-Termine sind jedenfalls schon bereits geplant: In Kürze wird Wiebke Bleicken mit einer Klasse der Westerländer Nicolai-Grundschule eine Führung durch die Eidum-Vogelkoje unternehmen, außerdem vor einer Klasse der Norddörfer-Grundschule über die Themen Wild und Natur berichten. Wenn ihr denn Jagdhund „Luke“ im Klassenzimmer nicht die Schau stiehlt, denn der darf auch mit.

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