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Kulturmanagement auf Sylt : Wechsel im Kursaal³: „Es ist eine Traum-Trennung“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Martin Kliewer steigt aus / Tourismus-Service übernimmt Geschäftsführung

von
erstellt am 04.Apr.2015 | 05:30 Uhr

Der Betrieb des Kursaals³ im Haus am Kliff hat sich geändert: Martin Kliewer, bisher Geschäftsführer der KS3 Kursaal³ GmbH, die den Veranstaltungssaal betrieben hat, löst seine GmbH auf und beendet das Management des Wenningstedter Kursaals. Der Saal wird nun vom Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup unter der Leitung von Tourismusdirektor Henning Sieverts betrieben. Das teilten die Beteiligten unserer Zeitung am Donnerstag mit.

Der Kursaal³ ist der zentrale Veranstaltungsort im jüngst eröffneten Haus am Kliff, dem neuen Kurzentrum Wenningstedts. Im Spätsommer vergangenen Jahres hatte der Aufsichtsrat des Tourismus-Service Kliewer und sein Team unter vier Bewerbern als Betreiber für den Kursaal³ ausgewählt. Neben einem kulturellen Programm kümmerte sich Kliewers Team auch um die Vermietung des Saals für Veranstaltungen und Kongresse.

Im Großen und Ganzen soll dieses Konzept weitergeführt werden, sagte Henning Sieverts gegenüber unserer Zeitung. Die beiden Mitarbeiter der KS3 Kursaal³ GmbH, Elke Wenning und Normen Hansen, werden ihre Aufgaben weiterhin behalten. Sie sind seit dem ersten April Angestellte des Tourismus-Service. Alle bisher geplanten Veranstaltungen für die beginnende Saison werden stattfinden, so Sieverts weiter. Und Martin Kliewer werde auch künftig einzelne Veranstaltungen, wie das GOP-Varieté im kommenden Herbst, für den Kursaal organisieren. Kliewer: „Auch wenn es mir aus gesundheitlichen Gründen leider nicht möglich ist, in dem angedachten Umfang die Dinge zu gestalten und operativ umzusetzen, freue ich mich darauf.“ Die Sylter werden ihn außerdem weiterhin als Direktor des Inselcircus erleben.

Henning Sieverts betont, dass die nun gefundene Lösung aus seiner Sicht unter den gegebenen Umständen die sinnvollste sei. Die Betreibung des Kursaals neu auszuschreiben, sei nach Absprache mit dem Aufsichtsrat des Tourismus-Service keine Option gewesen. So habe man sich dazu entschieden, den Kursaal quasi zu „rekommunalisieren“. Vor dem möglichen finanziellen Risiko, den dieser Schritt für den Tourismusservice darstellen könnte, fürchtet man sich nicht: „Wir werden zusehen, dass sich der Kursaal³ finanziell trägt“, so Sieverts. Die Nachfrage sei „rege“, zudem habe die Gemeinde auch eine gewisse Übung im Veranstaltungsbereich.

Ein Angebot wird sich allerdings ändern: Anders als die KS3 Kursaal³ GmbH wird der Tourismusservice keinen kulinarischen Service bieten. Bei Privatveranstaltungen sollen Mieter künftig Caterer aus einem Angebot auswählen können. Für Kulturveranstaltungen während der Saison überlege man, das Catering neu auszuschreiben.

Auch wenn der gemeinsame Start in den Kursaal-Betrieb zeitweise etwas holprig gewesen sei, gehe man im Guten auseinander, betonten alle Anwesenden. Oder, wie Bürgermeisterin Kathrin Fifeik es formulierte: „Es ist eine Traum-Trennung.“

 

 

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