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Sylter Rundschau

21. September 2017 | 01:48 Uhr

„Wat mutt, dat mutt!“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Premiere der Westerländer Speeldeel in leicht verständlichem Plattdeutsch

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 09:16 Uhr

Es ist ein lustiges, ein chaotisches Stück, mit dem die Westerländer Speeldeel am Ostersonntag im Alten Kursaal Premiere feiert: Jakob (Jupp Malkowsky) hat Schulden. Sogar eine ganze Menge. Nach einem Unfall musste er seine Schweinemast aufgeben und kann ein Darlehen von 100 000 Euro nicht zurückzahlen, nun läuft er Gefahr, seinen Hof zu verlieren. Verzweifelt heckt er einen Plan aus und inseriert, dass er eine Pflegerin sucht. Diese würde für 100 000 den Hof, der ja viel mehr wert ist, überschrieben bekommen, sofern sie sich bis an sein Lebensende um ihn kümmert.

Natürlich hat der Vertrag Tücken und Kurt (Knud Remmer), sein Untermieter und bester Freund, findet das absolut nicht in Ordnung. Dennoch spielt er mit und gibt sich als Jakobs Bruder aus. Karin Meyer- Ebeling (Gesa Michaelsen) zieht ein und findet einen (angeblich) schwerst kranken Hofbesitzer vor. Gerade als Jakob ihr den allerletzten Nerv raubt und sie kurz vor dem Zusammenbruch steht, kommt ihre resolute Mutter Martha (Regina Malkowsky) ins Haus und lehrt ihn das Fürchten. Verzweifelt erklärt er seinem Freund: „Se fodert mi mit Zwieback,-bah-knetet mie dörch, as so’n Kaukenteig. Wat mutt, dat mutt, dat is ehr Lebensphilosophie!“ Er schüttelt ungläubig den Kopf: „Wenn se in de Höll kummt, treckt de Düvel ut!“

Jupp Malkowsky hat ohne Frage einen „Knochenjob“ (im wahrsten Sinne des Wortes), wenn er während der Premiere aus seinem Rollstuhl purzelt, hat er dies vorher bei den Proben schon unzählige Male gemacht. Zudem muss er in Wasser eingeweichtes Zwieback essen und wenn „Martha“ ihm gegen seinen Willen unnachgiebig Wasser einflößt, denkt man unwillkürlich: „Oh, jetzt ist er gleich ertrunken.“ Als seine Pflegerin ihm später beichtet: „Een Siet von mir kennst du noch nich“, und ihm dabei Brust und Bauch krault, wird ihm sichtlich Angst und Bange, doch gegen Martha kommt er nicht an...

Das Lustspiel von Bernard Fathmann wird von lediglich vier Darstellern aufgeführt, daher spielt die Erfahrung des gut eingespielten Teams diesmal eine besonders wichtige Rolle. Die Schauspieler agieren gewohnt spielfreudig und souverän, nur ein einziges kleines Teufelchen müssen sie wirklich energisch bekämpfen: In manch einer Szene beherrscht sie nämlich der Drang, selber laut und herzlich zu lachen.


Die Termine im Jahr 2014 im Überblick: Ostersonntag, Premiere im Alten Kursaal, Westerland, Vorverkauf Tel. 04651-9980; Mittwoch, 30.4. Saal im Tourismus Service, Hörnum, weitere Infos unter Tel. 04651-96260; Mittwoch, 7.5. im Veranstaltungssaal Biike im Hapimag-Hotel, Hörnum; Mittwoch, 21.5., ´Hapimag.Hotel, Hörnum; Mittwoch, 29.5. Kursaal, Rantum; Mittwoch, 4.6. Hapimag-Hotel, Hörnum; Mittwoch, 18.6. Hapimag-Hotel, Hörnum; Mittwoch, 2.7. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 16.7. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 23.7. Kursaal, Rantum; Mittwoch, 30.7. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 13.8. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 20.8. Kursaal, Rantum;
Mittwoch, 27.8. Saal im Tourismus Service, Hörnum; Mittwoch, 10.9. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 17.9. Kursaal, Rantum; Mittwoch, 24.9. Tourismus-Service, Hörnum; Mittwoch, 8.10. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 22.10. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 29.12. Hapimag, Hörnum; Mittwoch, 23.4. Hapimag, Hörnum. Veranstaltungsorte im Detail: Westerland: Alter Kursaal am Rathausplatz, Rantum: Kursaaal, Strandweg 7 ,04651/ 9980, Hörnum: Hotelanlage Hapimag, Rantumer Straße, Tel. 0 4651/ 74 60 81, Hörnum Veranstaltungssaal Tourismus-Service, Rantumer Straße, 04651/96 26 0.


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