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Sylter Rundschau

14. Dezember 2017 | 07:00 Uhr

Wasserrettung: Die Debatte geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach Verwirrung um den letzten Beschluss stand das Dauerthema in der Gemeindevertretung wieder an

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 10:17 Uhr

Eines ist nach der jüngsten Gemeindevertretung Sylt in Sachen Wasserrettung zumindest klar: Die Politik möchte nicht, dass die Wasserrettung offiziell von der Gemeinde Sylt übernommen wird. Dies beschlossen die Gemeindevertreter mit 22 Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Dass die Freiwillige Feuerwehr Westerland, DLRG und DRK diese Aufgabe weiterhin auf freiwilliger Basis übernehmen sollen, hatte die Gemeindevertretung in etwas anderem Wortlaut zwar schon im März entschieden – doch damals verstanden sowohl Verwaltung als auch Kommunalaufsicht den Beschluss anders als von der Politik intendiert (wir berichteten).

Auch wenn der jüngste Beschluss in gewisser Hinsicht deutlicher sein mag: Dass er die



„leidige“ Debatte um die Wasserrettung und vor allem die Kompetenzrangeleien zwischen dem Verein Rettungscorps und der Feuerwehr Westerland beendet, scheint trotzdem unsicher. Im Gegensatz zum vorherigen Beschluss, nach dem die Westerländer Wehr federführend in Sachen freiwilliger Wasserrettung sein sollte, wird nun noch stärker erwartet, dass sich Rettungscorps, Feuerwehr und die anderen Organisationen, die an der Wasserrettung beteiligt sind, miteinander auf die Form der Zusammenarbeit einigen. „Ich empfinde diesen Beschluss deshalb als eine Rolle rückwärts“, kritisierte Maria Andresen von den Grünen, die wie die SPD-Fraktion nicht für den neuen Beschluss stimmte.

Gabriele Gotthardt, Leiterin des Sylter Ordnungsamts, sagte, dass die Feuerwehrkameraden keinen Versicherungsschutz genössen, sollten sie in der Wasserrettung aktiv sein, ohne dass die Gemeinde der Wehr die Aufgabe offiziell zugewiesen habe. Dies sei „verantwortungslos“. Dieser Auffassung widersprach unter anderem Frank Zahel, der der Meinung war, die Feuerwehrleute seien auch nun im Zweifelsfalle versichert. Er habe nun endgültig keine Lust mehr „auf dieses Gezetere, dieses leidige Thema“.

Da aber auch nach diesem Beschluss nicht ganz klar ist, wie und ob sich Feuerwehr und Rettungscorps zu einer Zusammenarbeit zusammenfinden, wird dieser Wunsch sich wahrscheinlich nicht erfüllen.

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