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Asklepios auf Sylt : Was passiert in der Nordseeklinik?

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach dem Weggang mehrerer Chefärzte und neuen Plänen für die Bebauung ist Asklepios noch mit der Neuausrichtung der Klinik beschäftigt.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2015 | 05:15 Uhr

Was passiert eigentlich in der Nordseeklinik? Diese Frage sprachen die Mitglieder des Hauptausschusses der Gemeinde Sylt auf ihrer jüngsten Sitzung an. Hintergrund der Unsicherheit: Bis zum Sommer dieses Jahres hatte das Krankenhaus innerhalb eines Jahres vier Mediziner in Führungsposition verloren, unter anderen den Chefarzt der Chirugie, Bolko von Gerstenberg-Helldorf. Zudem wurde im Sommer zwischen der Verwaltung der Gemeinde Sylt und der Asklepios-Klinik darüber diskutiert, ob und wie sich die Klinik baulich erweitern darf. Bürgermeister Nikolas Häckel wies darauf hin, dass er demnächst mit der Klinikleitung im Gespräch sei.

Auch die Klinik selbst verweist auf Anfrage der Sylter Rundschau auf laufende Gespräche. „Wir prüfen dabei den Neubau des jetzigen Kurhauses mit 60 Betten die unter anderem der medizinische Prävention und psychosoziale Rehabilitation dienen sollen“, so ein Sprecher des Konzerns. Eine konkrete, vorlegbare Bauplanung gebe es dazu bislang jedoch nicht.

Wie es innerhalb der Klinik weitergehen soll, auch in dieser Hinsicht gibt es von Seiten der Klinik wenig Neues zu berichten. Wie schon in diesem Sommer wird betont, dass die Versorgung der Insel „zu jedem Zeitpunkt“ sichergestellt sei. „Sowohl in der Allgemeinchirurgie als auch in der Unfallchirurgie gibt es zudem derzeit auf Assistenz- und Facharztebene ausreichend qualifiziertes Personal um sowohl in der Notfallversorgung als auch in Sprechstunden und stationärer Patientenbetreuung die gewohnte Versorgung sicherzustellen“, so der Klinik-Sprecher. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich zudem weder an den Leistungszahlen im operativen Bereich wie auch am Patientenaufkommen eine signifikante Änderung ergeben.

Nach dem Weggang von Gerstenbergk-Helldorf kündigte die Klinik vor wenigen Monaten an, sich künftig noch stärker als Akut- und Rehaklinik zu etablieren. Derzeit arbeite man an der Restrukturierung der chirurgischen Abteilung, heißt es heute. Dabei gehe es auch um eine künftige „Führungsstruktur“ der Chirurgie. Wie die genau aussehen soll, damit hält sich Asklepios derzeit noch bedeckt. Momentan werde die Abteilung von einem „langgedienten Oberarzt“ kommissarisch geleitet. Zudem setzte man sich damit auseinander, wie das Leistungsspektrum der Chirurgie am aktuellen Bedarf ausgerichtet werden kann. „Dabei geht es sowohl um die Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen im Gesundheitswesen, wie auch um die speziellen Ansprüche der Grund- und Regelversorgung auf der Insel Sylt“, so der Sprecher. Noch habe sich in diesen Bereichen aber nichts „konkretisiert“. Auch nicht konkretisiert hat sich bisher das im Sommer angekündigte erweiterte Angebot in der Schmerzmedizin. Dies soll im kommenden Jahr eingeführt werden.




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