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Die Lehren nach Christian : Was man auf Sylt bei Orkan beachten sollte

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ab Donnerstag droht SH ein Sturm, der schlimmer werden könnte als Christian. Zehn Tipps für den Umgang mit dem Orkan.

von
erstellt am 31.Okt.2013 | 19:17 Uhr

Orkan Christian hat vor sechs Wochen gezeigt, dass auch eine sturmerprobte Insel und ihre Bewohner den Naturgewalten manchmal hilflos ausgeliefert sind. Die Schäden hielten sich zwar in Grenzen, doch das war in vielen Fällen wohl eher dem Glück und fleißigen Schutzengeln als Vorsicht und Vernunft zu verdanken.

Für das nächste Mal haben wir aus der Erfahrung und unseren Beobachtungen vom Montag zehn Tipps zusammengefasst, worauf man bei Orkan auf Sylt besonders achten sollte.

 

>Terrassen und Balkone aufräumen (gilt auch für Außenbereiche von Lokalen/Geschäften): Alles, was beweglich ist, reinholen oder gut sichern. Dazu gehören auch scheinbar stabile Möbel wie Strandkörbe oder Tische. Leere Mülltonnen gut festbinden.

 

>Unwetterwarnungen ernst nehmen: Christian hat gezeigt, wie schnell aus einem kräftigem Herbstwind ein ausgewachsener Orkan werden kann. Viele Leute wurden beim Spaziergang oder Einkaufsbummel überrascht.

>Babys und Kleinkinder zuhause lassen: Wer Bäume entwurzelt, Dächer abdeckt und Wohnwagen umkippt, für den sind Dreikäsehochs und Kinderwagen ein Klacks.

 

>Runter von der Straße: Bei Windstärke 12 und mehr hat der Rumlaufen zwischen Häusern oder Bäumen etwas von Russisch Roulette. Mit ausgebreiteten Armen den Sturm-Adler machen, sieht nur so lange witzig aus, bis der Adler einen Dachziegel auf den Schnabel bekommt und keinen Krankenwagen rufen kann, weil das Handynetz überlastet ist.

>Buswartehäuschen bieten keinen Schutz: Wer auf der Suche nach einem Windschutz ist, sollte frei stehende Buswartehäuschen besser meiden, wenn er nicht von einem erschlagen werden will.

 

>Fahrzeuge schützen und sichern: Wer die Chance hat, sollte sein Auto irgendwo unterstellen. Durch umherfliegende Gegenstände wurden etliche Autos beschädigt. Dass unter den Fluggeräten auch Fahrräder waren, wäre zu vermeiden gewesen, wenn die Eigentümer ihren Drahtesel nicht nur ab-, sondern auch irgendwo angeschlossen fest hätten.

 

>Absperrungen von Rettungskräften beachten: Wenn Flatterband gespannt oder die Feuerwehr im Einsatz ist, ist das keine Aufforderung zu Hindernislauf oder Kontaktaufnahme, sondern ein sicheres Zeichen, dass es hier gefährlich ist. Nicht umsonst tragen Feuerwehrleute Helme.

 

>Weg vom Strand: Falls der Orkan mit einer Sturmflut einhergeht, ist es am Flutsaum genauso gefährlich wie in den Häuserschluchten. Die Wucht des Wassers ist noch größer als die des Windes.

 

>Nicht gucken, sondern helfen: Wenn vor dem Schaufenster die Menschen vorbeiwehen, nicht staunend zugucken oder die Handykamera zücken, sondern alle Leute, die noch draußen sind, reinholen.

 

> Reisepläne canceln: Termine auf dem Festland absagen. Am besten gleich für die nächsten zwei Tage. Wer nur nach Niebüll muss, kann neben der NOB auch den Motorrad-Waggon des Syltshuttle in Betracht ziehen.

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