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Losentscheid : Wahlausschuss: Lose ziehen und Ärger über die WWB 51

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Wahlleiterin Nicole Möller gab Dienstag die Glücksfee: Weil es in List Bewerber mit gleicher Stimmenzahl gab, entschied über zwei Gemeindevertreter das Los. Außerdem wurde im Wahlausschuss die Wiederholung der Abstimmung in Wenningstedt diskutiert.

Keitum | Es waren zwei Griffe in den Papierkorb - dann standen auch die letzten beiden Mitglieder der neuen Lister Gemeindevertretung fest: Weil Anja Schmidt (SSW) und Matthias Stahl (CDU) im Wahlkreis List Mitte sowie Wolfgang Strenger (FWG) und Alfred Riechelmann (CDU) in List Nord gleich viele Stimmen bekommen hatten, entschied am Dienstag im Wahlausschuss das Los, wer von ihnen in das Gremium einziehen darf.

Dafür hatte Wahlleiterin Nicole Möller vom Amt Landschaft Sylt Lose vorbereitet, die sie aus einem ansonsten leeren Papierkorb zog. Ergebnis: Im Bezirk Mitte geht der Sitz an die CDU, im Norden an die FWG.
Wie geht es in Wenningstedt weiter?

Damit war die spannendste Frage der Sitzung entschieden und der vierköpfige Ausschuss (Ernst Petersen, Boy Carstensen, Ortrud Gauss und Wolfgang Dabs) widmete sich der Ergebniskontrolle - und der Frage, wie sie das Wenningstedter Resultat als richtig anerkennen könnten? Schließlich ist klar, dass dort mit Carl Heinrich Schmidt (WWB 51) ein Vertreter "zu Unrecht" in den Gemeinderat gewählt wurde (wir berichteten). Oberamtsrat Joachim Rück erklärte, dass der Wahlausschuss nicht die Rechtmäßigkeit der Wahl, sondern "nur" die richtige Addition der Stimmen und die daraus folgende Sitzverteilung zu überprüfen hätte. Mit der Frage, ob das Ergebnis in Wenningstedt angefochten wird, weil dort jemand gewählt wurde, der bei seiner Nominierung gegen Vorschriften wie die Kandidatenkür in geheimer Wahl verstoßen hat, werde an anderer Stelle entschieden: Einspruchsrecht hätten jeder Wahlberechtigte der Gemeinde und die Kommunalaufsicht.

Außerdem erklärte Rück den weiteren Ablauf: "Unabhängig von der möglichen Wiederholung der Wahl konstituiert sich erstmal die neue Gemeindevertretung. Dann muss bis zu 60 Tage nach der offiziellen Anfechtung eine Neuwahl mit unveränderten Kandidatenlisten stattfinden." Letzteres erstaunte die Mitglieder des Wahlausschusses: Heißt das, der betreffende Kandidat wird für sein Fehlverhalten auch noch belohnt, indem er auch an der Neuwahl wieder teilnehmen darf? Antwort von Rück: "Ja, genau das heißt es."

Die neuen Gemeindevertreter in List: Thomas Diedrichsen, Peter Simon, Gabriele Winkler, Ronald Benck, Dierk Hinrichsen, Gerd Heiden, Sönke Lorenzen, Matthias Stahl (CDU). Wolfgang Strenger, Holger Boenisch, Hans-Werner Quednau, Christiane Klokow, Sabine Dombroski (FWG). Helga Sauermann, Manfred Koch, Wolfgang Hamann, Heike Homuth-Ipsen (SSW). Klaus Behnke, Peter Jordan, Peter Hansen (SPD).

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erstellt am 05.Jun.2008 | 05:56 Uhr

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