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Hörnum : Vorbereitung für Sandvorspülung im Inselsüden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Rohre, die die von See kommende Dükerleitung am Strand verlängern, lagern jetzt neben den rund 2000 Tetrapoden am Weststrand

Die rund 2000 Tetrapoden des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) am Strand im Inselsüden haben Gesellschaft bekommen: Die Rohre für die Sandvorspülung wurden an den Hörnumer Weststrand gebracht und warten dort auf ihren Einsatz. Die von See kommende Dükerleitung wird mit den Rohren am Strand nach Süden verlängert, so Dr. Hendrik Brunckhorst, Pressesprecher des LKN.

Die sechs Tonnen schweren Tetrapoden sollen das ohnehin schon mal verlängerte Längswerk nochmal 400 Meter Richtung Süden weiterführen. Die Kolosse dienen vor Hörnums Westküste als Wellenbrecher und nehmen die Energie aus der Nordsee. Der Strandabschnitt, der direkt hinter dem Wellenbrecher liegt, wird dadurch deutlich weniger beansprucht. „Ein Teil der Energie wird rausgenommen“, betont Mathias Fiege vom Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), „doch das heißt nicht, dass gar keine Energie mehr an der Küste ankommt.“

So gut die Tetrapoden als Wellenbrecher funktionieren – dass Sand vom Strand verloren geht, können auch sie nicht verhindern. Die Betongebilde einfach ins Wasser vor Hörnum legen, das funktioniert übrigens auch nicht. Zunächst wird ein Sandbett vorbereitet, darüber kommen Geotextilien – eine Art Vlies – und darauf erst kommen dann die Tetrapoden, erklärt Mathias Fiege. Eine Sandspülung zwischen dem Längswerk und dem Strand wird das Bauwerk zusätzlich stabilisieren. Ohne eine solche feste Unterlage wie den Geotextilien würden die Tetrapoden keinen Erosionsschutz bilden und langsam aber sicher in den Sand einsinken.

Die Küstenschutz-Gebilde wurden wurden im Norden Westerlands auf Höhe der Nordseeklinik und im Norden Hörnums teilweise aus dem Sand ausgebuddelt (wir berichteten).

Die Arbeiten liegen laut LKN-Pressesprecher Brunckhorst voll im Zeitplan, so dass Hörnum rechtzeitig vor den Winterstürmen sicher hinter den Tetrapoden liegen wird.

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erstellt am 15.Aug.2014 | 05:45 Uhr

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