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Sylter Rundschau

19. Oktober 2017 | 13:51 Uhr

Hotelchef geht: : Von List nach Berlin

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Noch vertraulich: A-Rosa-Direktor Gordon A. Debus wechselt ins Rocco Forte Hotel de Rome

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2017 | 04:50 Uhr

Er war schon sehr heimisch geworden hier auf der Insel. Und viele Sylter haben ihn sehr zu schätzen gelernt. Doch nun sagt Gordon A. Debus Tschüss. Denn auf den Direktor des Lister A-ROSA Resort wartet eine andere Luxus-Herberge: das Berliner Rocco Forte Hotel de Rome. Wer die deutsche Hotellandschaft kennt, weiß, dass dieses Haus darin eine Spitzen- und Ausnahmeposition einnimmt. Mondän, urban, luxuriös und in einem Gebäude mit viel (großer) Geschichte beheimatet, dürfte diese Adresse bei Gordon A. Debus Erinnerungen an seine früheren Wirkungsstätten wie das Ritz-Carlton geweckt haben. Äußern will sich der 42-Jährige derzeit nicht zu seinem Wechsel von der Nordsee an die Spree, denn noch wird sein Weggang als vertrauliche Personalia gehandelt. Doch wie zu erfahren war, bedauert man im A-ROSA den Fortgang des überaus erfolgreich agierenden Hoteliers sehr, aber man hat sich (tatsächlich und ohne Ärger!) einvernehmlich auf den 31. Juli als letzten Arbeitstag für Debus im A-ROSA verständigt. Mit möglichen Nachfolgern werden nach Angaben des Hotelunternehmens bereits Gespräch geführt. In den nächsten Wochen soll die Neubesetzung bekannt gegeben werden.


Freut sich auf die Nähe zur kleinen Tochter


Gründe für den Wechsel des international erfahrenen Hotel Managers dürften aber nicht nur im Reiz neuer beruflicher Herausforderungen, dem besonderen Berliner Haus und des urbanen Lebens liegen, sondern wohl auch in seiner privaten Situation. Seine kleine Tochter lebt mit ihrer Mutter in Braunschweig – da ist Berlin nun mal näher als Sylt.

Doch die Insel dürfte dem leidenschaftlichen Wassersportler und erklärtem Sylt-Fan ebenso fehlen wie er seinem Team und dem „Geist“ des Hauses. Mit Gordon A. Debus hatte Eigentümer Horst Rahe nach einer schwierigen Startphase vor knapp sechs Jahren einen jungen Direktor gefunden, der es verstand, die Ressentiments gegenüber dem großen Hotel, seiner Verschlossenheit und häufig als elitär empfundenen Ausstrahlung ein freundliches, einladendes Gesicht zu geben. Unter Debus schaffte das A-ROSA zwar die Sterne-Küche ab, aber zugleich den Wandel zum Ferien-, Lifestyle- und Familien-Hotel, das sich offen und gastfreundlich seiner Klientel, dem Ort und der ganzen Insel zuwandte. Sein Engagement für die Insel und ihre spezifischen Herausforderungen zeigte sich nicht zu letzt bei der Frage der Integration von Flüchtlingen. Gordon A. Debus war und ist eine der treibenden Kräfte bei dem mittlerweile bundesweit beachteten Projekt „Festmachen auf Sylt“, mit der die hiesige Gastronomie und Hotellerie Asylsuchenden die Chance auf Ausbildung und Bleiberecht ermöglichen will.

Lokale Verbundenheit und touristische Professionalität ließen Gordon A. Debus das in den Lister Dünen gelegene Resort auf eine grandiose Erfolgspur bringen und dort gut verankern. Man darf gespannt sein, wie er sich in der Berlin Hotellandschaft positioniert – und wie das A-ROSA ohne ihn Spur hält.

 

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