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Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Westerland : Von früh bis spät im Feier-Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Freiwillige Feuerwehr Westerland lud am Sonnabend zum Sommerfest und erlaubte Einlass in alle Räumlichkeiten.

Den Tag der offenen Tür nahm man am vergangenen Sonnabend bei der Westerländer Feuerwehr sehr wörtlich: Im Rahmen des Sommerfestes konnten sich die Besucher ausführlich alle Räumlichkeiten der Feuerwache anschauen, den ganzen Nachmittag über fanden Führungen statt. „Nie im Leben hätte ich gedacht, dass hinter den Kulissen so viel Equipment steckt“, berichtete eine Teilnehmerin staunend. Insbesondere der Raum für die Reinigung und die Überprüfung der Atemschutzgeräte und -masken beeindruckte die Besucher. „Die Prüfstrecke ist ein sehr sensibler Bereich“, betonte Gemeindewehrführer Wolfgang Kloth, der neben Jörg Elias, Christian Fröhlich, Thorben Prösch und Björn Schmeling die Besucher durch´s Haus führte. „Auch die Funkzentrale im Obergeschoss rief großes Interesse hervor.“ Dann lacht Kloth herzhaft: „Die Industriewaschmaschinen für die Masken entlockten mancher Dame neidvolle Ausrufe wie: ‚Oh, so eine hätte ich auch gern!‘“

Demo technische Hilfeleistung: Patientengerechtes Retten aus einem Unfallfahrzeug..
Demo technische Hilfeleistung: Patientengerechtes Retten aus einem Unfallfahrzeug.. Foto: Dethloff

Der Regen am Vormittag hatte den Westerländer Wehrführer Jörg Elias übrigens nicht geschreckt: „Das war doch gut, nun ist der Sand am Strand nass und alle Leute müssen zu uns.“ Die rund 50-köpfige Arbeits-Crew des Festes zeigte sich gut gewappnet, unter anderem warteten 600 kg Pommes, 1000 Currywürste, 2000 Bratwürste und 250 Liter Erbsensuppe auf hungrige Mäuler. Süßschnäbel kamen natürlich auch auf ihre Kosten. Wer dem Duft von frisch gebackenem Kuchen, Waffeln und Popcorn folgte, landete beinahe automatisch im Outdoor Spielbereich hinter dem Gerätehaus. Neben den Hüpfburgen warteten unterschiedliche Tretmobile und sogar ein Schlitten auf Rädern auf die Kids. „Besonders das Dreirad mit dem Brett vorn ist immer belegt“, berichtete Cajus von der Jugendfeuerwehr und just in diesem Moment wurden seine Worte bestätigt. Als eines der begehrten Gefährte frei wurde, saß im nächsten Augenblick der junge Papa Christian drauf und fuhr seinen Sohn Mika lachend durch den Fuhrpark.

Begeisterung zeigte auch der vierjährige Elvis auf der Rundfahrt im echten Einsatzwagen: Das laute „Tatü tata“ fand er großartig und danach durfte er sogar mal am Steuer eines parkenden Fahrzeugs sitzen. Klar, dass er später Feuerwehrmann werden möchte. Auch die Großen zeigten viel Interesse- so wurde gefragt, nach welchen Kriterien entschieden werde, welche Fahrzeuge nach der Alarmierung ausrücken. Sven Hintz erklärte, dass es eine Ausrückeordnung gäbe, für Einsätze in den Bereichen: Feuer, technische Hilfeleistung und Nachbarschaftliche Löschhilfe, bzw. Anforderung durch das DRK Sylt. Großer Andrang herrschte auch bei den Kameraden der DRK-Wasserwacht, der DRK-Rettungshundestaffel, dem Brandschutzcontainer der Sylter Feuerwehren und natürlich am großen Hubrettungsmast. Heute wurden ausnahmsweise auch Besucher im Korb in die Höhe befördert und konnten so das Fest von ganz oben betrachten. Der Feuerwehrmusikzug und DJ Kentho brachten Stimmung „in die Bude“, doch zwischenzeitlich gab es auch ernste Töne. Zahlreiche Zuschauer schauten zu, als die technische Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall demonstriert wurde und lauschten dem Kommentar von Jörg Elias. Abschließend erklärte er: „Nach einem schlimmen Ernstfall ist schon mal seelsorgerische Betreuung angebracht. „Nach einem schlimmen Ernstfall ist schon mal seelsorgerische Betreuung angebracht. Aus dem Zeitalter, wo es hieß ‚Männer weinen nicht‘, sind wir ja lange ’raus. Zum Glück gehen viele Einsätze gut aus, doch wenn nicht, ist eines sicher: Wir haben jedes mal unser Bestes gegeben.“



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