zur Navigation springen

Hörnums neue Kurdirektorin : Von Flensburg in Sylts sonnigen Süden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ab dem 1. April wird Finja Fröhlich neue Kurdirektorin in Sylts südlichster Gemeinde.

Ab dem 1. April wird mit Finja Fröhlich ein Flensburger Nordlicht den Posten der Kurdirektorin in Hörnum übernehmen. Die 44-jährige Tourismusexpertin kann auf eine mehrjährige Laufbahn in dem Berufsfeld zurückblicken, zuletzt hat sie als Interims-Geschäftsführerin der Flensburg Fjord Tourismus GmbH (FFT) gearbeitet. Als ihre Zeit dort zu Ende ging, bewarb sie sich auf die Stelle in Hörnum und konnte mit ihrem Auftreten die Gemeindevertreter überzeugen.

„Ich bin wirklich froh, dass wir endlich jemanden gefunden haben“, sagt Hörnums Bürgermeister Rolf Speth, und bezieht sich damit auf die langwierige Suche der Gemeinde nach einem neuen Tourismusdirektor. Viel Glück hatte der Ort mit der Besetzung der Stelle in den vergangenen Jahren nicht, insgesamt vier Direktoren in zwölf Jahren habe die Gemeinde laut Speth „verschlissen“.

Dass es sie nun gerade nach Sylt verschlägt, freut Fröhlich besonders: „Seitdem ich ein Kind bin, waren wir regelmäßig auf der Insel. Dass ich jetzt hier arbeiten darf ist daher ein riesiges Glück – die Landschaft, die Umgebung, das Wasser – ich bin einfach eine norddeutsche Pflanze und das alles würde mir unheimlich fehlen, wenn ich in einem anderen Teil Deutschlands arbeiten müsste.“ Die Gemeinde hat ihr eine Wohnung ganz in der Nähe ihres neuen Büros zur Verfügung gestellt, allerdings wird sie zunächst auch noch ihre Wohnung in Harrislee behalten.

Fröhlich hat zwei Staatsbürgerschaften, die dänische und die deutsche und spricht fließend Dänisch. Auch Platt hat sie noch von ihrer Urgroßmutter gelernt. Nur mit dem Sölring hat sie noch Verständigungsprobleme, den Text zu „Üüs Sölring Lön“ hat sie sich aber bereits besorgt, um fleißig zu üben. „Es ist die Sylter Hymne, also muss ich sie lernen“, sagt sie, „trotz der Nähe zu meiner Heimat Flensburg gibt es auf Sylt eine andere Kultur - und wenn ich mit den Menschen hier leben will, muss ich ja auch wissen, was diese Kultur ausmacht.“

Bisher sei sie von den Syltern ausgesprochen freundlich aufgenommen worden: „Jeder hat mich mit einem Lächeln begrüßt. Außerdem sehe ich ja auch den Bedarf für diese Position und freue mich auf die Aufgabe.“ In ihren ersten Tagen möchte sich die studierte Betriebswirtin zunächst einarbeiten, ihre neuen Mitarbeiter und das Tagesgeschäft kennenlernen. „Wenn dann irgendwann Zeit übrig ist, alles vernünftig läuft und die Politik das möchte, dann können wir schauen, ob wir größere Projekte angehen.“ Bei der Arbeit lege sie Wert auf Qualität: „Schließlich soll mein Arbeitgeber und auch die Gäste zufrieden sein und sich gut betreut fühlen.“

Sturmerprobt für die Insel ist Fröhlich ebenfalls: Während ihres Auslandssemesters in Miami erlebte sie hautnah einen Hurricane. Vielleicht hilft dieses Erlebnis, die gelegentlichen Stürme in Sylts sonnigem Süden unbeschadet zu überstehen.

 

zur Startseite

von
erstellt am 28.Mär.2015 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen