Kultur auf Sylt : Von der Straße in den Konzertsaal

Felix Meyer (M.) und Band bei einem Straßenkonzert in der Westerländer Fußgängerzone.
Foto:
Felix Meyer (M.) und Band bei einem Straßenkonzert in der Westerländer Fußgängerzone.

Bekannt wurde Felix Meyer mit Konzerten in den Fußgängerzonen Europas. Morgen tritt er im Wenningstedter Kursaal³ auf.

shz.de von
23. Juli 2015, 05:30 Uhr

Musik im Lagerfeuer-Gewand können Musikbegeisterte am morgigen Freitag im Wenningstedter Kursaal³ erleben. Dann steht um 20.15 Uhr der Chansonnier Felix Meyer (39), begleitet von Erik Manouz, auf der Sylter Bühne. Im intimen Kreis soll es viele bekannte Stücke, aber auch erste neue Lieder zu hören geben. Meyer und seine Band wurden mit ihren Konzerten in Fußgängerzonen in ganz Europa bekannt. Inzwischen spielen sie auch auf Bühnen in geschlossenen Räumen. „Ich kenne ihn schon von Straßenauftritten in Berlin und freue mich sehr, dass er am Freitag bei uns im Kursaal spielt“, sagt sich Elke Wenning vom Tourismus-Service. Begleitet wird Meyer stets von Erik Manouz, der außer Gitarre und Percussion alles spielt, „was er sonst noch in die Finger bekommt“.

Felix, bist Du jetzt sehr aufgeregt vor dem Konzert auf der Sylter-Bühne? Sonst spielt Ihr ja eher auf der Straße.

Nein eigentlich nicht. Seit zwei Jahren spielen wir mehr auf Bühnen als auf der Straße. Aufgeregt sollte man vor einem Konzert trotzdem immer sein – aber es ist jetzt keine Ausnahmesituation mehr, auf der Bühne zu spielen. Die Vorfreude auf das Konzert überwiegt.

Wieso habt Ihr aufgehört, auf der Straße zu spielen?

Wir haben damit nicht aufgehört, aber wir machen es im Moment einfach nicht so viel. Das war 20 Jahre lang wunderschön, aber die Konzerte auf der Bühne sind jetzt der nächste Schritt. Das ist außerdem entspannter, denn man kann sich ein vollständiges Programm überlegen. Auf der Straße muss man natürlich auf Teufel komm raus auffallen. Dieses Jahr ist tatsächlich das erste Jahr, in dem wir kein Straßenkonzert auf Sylt spielen.

Traut Ihr euch zu, ein gesamtes Abendprogramm zu gestalten?

Ja, mittlerweile klappt das gut. Wir haben genügend Lieder – wir werden insgesamt rund 20 Stücke zum Besten geben.

Was gefällt Dir an der Insel?

Herausragend finde ich die Nordsee und den Strand – ich habe selten so schöne Strände gesehen wie auf Sylt. Und ich mag diese norddeutsche Entspanntheit der Menschen.

Was können die Leute am Freitag erwarten?

Bei unserer Musik geht es nicht nur um Liebesbeziehungen, sondern auch um gesellschaftliche Aspekte. Wir hängen irgendwo zwischen Chanson, Liedermacherei und Pop. Es gibt ein Lied, das wir aus dem Französischen übersetzt haben, das viele Leute kennen. Es erzählt die Geschichte eines Stierkampfes aus der Sicht eines Stieres. Einige Stücke werde ich auch lesen, und sie ganz ohne Musik vortragen. Es ist ein durchaus theatralischer Abend.

Felix Meyer und Erik Manouz, 24. Juli, 20.15 Uhr, kursaal³. Tickets 18 Euro, unter 04651/9980 oder 998340.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen