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Sylter Rundschau

19. Oktober 2017 | 20:55 Uhr

Vom ersten Tag an ran an den Kunden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ausbildung auf Sylt – in der Serie des s:hz Medienhauses Sylt erzählen junge Berufsanfänger wie Philip Dumpstrei von ihrer Lehrzeit auf der Insel

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Philip Dumpstrei aus Niebüll hat nach seinem Realschulabschluss vor drei Jahren seine Ausbildung zum Verkäufer, Modeberater und Einzelhandelskaufmann bei Hellner Moden angetreten. Nach unterschiedlichen Stationen im Unternehmen, arbeitet er derzeit im neuen Hilfiger Denim Store. Seit dem 30. August hat der 21-Jährige ausgelernt und schaut auf drei Jahre in einem Unternehmen zurück, dem er auch weiterhin die Treue hält.

Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?
Ich hatte schon immer ein Faible für Mode und mag es, mich schick und modern zu kleiden. Da lag es nahe, in der Modebranche zu arbeiten.

Welchen Einfluss hatten Elternhaus, Schule und Medien auf Ihre Berufswahl?
Meine Eltern haben mich von Anfang an unterstützt, obwohl sie in ganz anderen Bereichen tätig sind und haben mich auf eine Anzeige vom Modehaus Hellner aufmerksam gemacht, in der ein Azubi gesucht wurde. Da eine Bürotätigkeit nichts für mich ist, habe ich mich hier beworben.

Wie entscheidend war für Sie die Lehrstelle in diesem Betrieb?
Sehr entscheidend, denn die Vielfalt an großen Marken in diesem Haus hat mich sehr interessiert. Man findet selten so viele hochwertige Labels unter einem Dach.

Hätten Sie den Beruf auch ergriffen, wenn Sie nicht hier hätten lernen können?
Ich denke schon, dass ich mich auch in einem anderen Haus für den Beruf des Modeberaters, beziehungsweise Einzelhandelskaufmanns, entschieden hätte. Aber die Markenvielfalt und die Qualität der Ware waren mir dabei schon sehr wichtig.

Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihre Lehrstelle auf Sylt ist?
Ich habe mich gezielt für eine Ausbildung auf Sylt entschieden, auch wenn ich täglich pendeln muss, weil man hier eine sehr anspruchsvolle Klientel hat, die einen fordert. Und mit Urlaubern zu arbeiten ist wieder etwas ganz anderes, als mit Großstadtkunden umzugehen.

Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu den Ausbildern beschreiben?
Das Verhältnis zum Inhaber Karl Max Hellner und den anderen Vorgesetzten ist durch großen Respekt geprägt. Ansonsten ist der Umgang mit den Kollegen eher locker, denn wir sind alles junge Leute im ähnlichen Alter und wir sehen uns teilweise schon morgens im Zug. Auch meine Ausbilderin Angelika Loose ist noch sehr jung und hat selbst in diesem Betrieb gelernt.

Wie unterstützt Ihr Lehrbetrieb Ihre Ausbildung?
Es werden viele Schulungen angeboten, in denen wir gezielt auf bestimmte Situationen vorbereitet werden, zum Beispiel auf Ladendiebstahl, auf Gespräche mit Handelsvertretern und natürlich auf die Verkaufsgespräche mit den Kunden. Dazu kommen Materialschulungen und Markenkunde. Ansonsten wird hier viel Wert auf Praxis gelegt, das heißt: vom ersten Tag an, ran an den Kunden. Unsere Ausbilder stehen uns dabei mit Rat und Tat zur Seite und loben viel mehr als dass sie tadeln.

Wie würden Sie das Betriebsklima beschreiben?
Als ausgesprochen gut. Es herrscht immer ein höflicher, freundlicher Umgangston und auch der Austausch zwischen den Mitarbeitern aus den verschiedenen Stores ist sehr rege und freundschaftlich.

Wie empfinden Sie Ihre Arbeitszeiten?
Wir haben verschiedene Arbeitszeiten, wie Frühschicht von 9 bis 17 Uhr, Spätschicht von 11 bis 19 Uhr oder Ganztagesdienst von 9 bis 19 Uhr. Am liebsten mag ich die Frühschicht, weil ich dann noch etwas vom Tag habe und zuhause in Niebüll mein Privatleben pflegen kann.

Was macht Ihnen am meisten Spaß?
Der Umgang mit den Menschen und mit der hochwertigen Mode.

Welche Fortbildungs- und Aufstiegschancen haben Sie?
Wenn man nach er Ausbildung vom Betrieb übernommen wird, kann man weiter als Verkäufer - oder in meinem Fall als Einzelhandelskaufmann – hier arbeiten oder aber man macht eine Fortbildung zum Handelsassistent und stiegt dann weiter auf.

Was ist das Besondere an Ihrem Ausbildungsbetrieb?
Dass man durch die verschiedenen Marken-Stores ein sehr breit gefächertes Wissen über Mode im Allgemeinen und Marken im Besonderen bekommt. Das ist nicht nur gut für die persönliche Weiterbildung sondern auch für den Lebenslauf, der sich dann sehr vielseitig präsentiert.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Zum Ende des Jahres werde ich wohl die Insel verlassen und mich erst einmal in Hamburg umsehen. Ich möchte jetzt in die Großstadt eintauchen und vielleicht irgendwann einmal selbst einen angesagten Store leiten.




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