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Sylter Rundschau

21. September 2017 | 12:45 Uhr

Umsatzstark : Volle Betten zum Jahreswechsel

vom

Zufriedenheit allerorten: Die Tage vor und nach Silvester bescherten Sylter Vermietern ausgebuchte Häuser und den Veranstaltern der Wenningstedter Kliffmeile 4000 Besucher.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2010 | 06:54 Uhr

Sylt | Die Fußgängerzone? Voll. Der Strand? Voll. Das Wetter dazu? Herrlich! Meistens jedenfalls.

Zum Jahreswechsel meldeten die Tourismusbetriebe der Insel "Wir waren nahezu ausgebucht." Kampens Betriebsleiterin Birgit Friese jubelt: "Es lief super! Unsere Gastronomen, Vermieter und Geschäftsleute sind sehr, sehr zufrieden." Und ihre Wenningstedter Kollegin Eva Martini berichtet: "Ich habe selber versucht, bei uns im Ort noch eine Unterkunft für Freunde zu finden, bin aber gescheitert, weil alles ausgebucht war." Für Hörnum erklärt Jens Kahl, Büroleiter des Tourismus Service: "Wir hätten zwar noch ein paar Betten frei gehabt, sind aber zufrieden."
Trotz Kälte wurden die Angebote gut angenommen
Und das auch, weil das erste offizielle Silvester-Feuerwerk des Ortes am Oststrand "wirklich gut besucht" war. Viele Gäste zog auch die Wenningstedter Kliffmeile an. Hier ließen sich, über die Festwoche verteilt, rund 4 000 Besucher unterhalten. Martini: "Sowohl die Angebote im Festzelt als auch im Freien wurden, obwohl es sehr kalt war, gut angenommen."

Klirrend kalt - aber trocken. Dieses Wetter lockte viele Urlauber erst zu Strandspaziergängen und dann an die Glühweintöpfe: Vor Wonnemeyers Punschstand in Wenningstedt standen beispielsweise am Neujahrstag vor allem die vielen Kunden Schlange, die in dem Bistro keinen Platz bekommen hatten.

Jede Menge zu tun hatten natürlich auch die Transportunternehmen: Allein in den ersten zehn Tagen des neuen Jahres schickt die Bahn 61 zusätzliche Autozüge auf den Damm, beförderte am 2. und 3. Januar ("Das waren die stärksten Abreisetage") je rund 4 000 Fahrzeuge und bewegte sich damit auf Vorjahresniveau. Air Berlin setzte für den täglichen Inselflug meistens einen A 319 (144 Plätze) statt der kleineren Q 400 (76 Plätze) ein und auch die Fährverbindung zwischen Sylt und Röm meldet vergleichbar hohe Fahrgastzahlen wie im Vorjahr. Reederei-Sprecherin Birte Dettmers: "Der stärkste Anreisetag war der 29. Dezember. Im Gegensatz zu 2009 kamen viele Gäste schon am 26. oder 27."
Der Andrang war kurz, aber intensiv
Dass der große Ansturm nach Weihnachten begann, sagt auch Peter Douven, Tourismuschef der Gemeinde Sylt: "Der Andrang war relativ kurz, dafür aber sehr intensiv." Zwischen dem 27. Dezember und dem 2. Januar seien die Quartiere "nahezu ausgebucht" gewesen. Endgültige Zahlen lägen noch nicht vor, er ginge aber davon aus, dass die Auslastung "wahrscheinlich sogar noch ein bisschen höher als im Vorjahr" gewesen sei. Diese Einschätzung teilt Lists Bürgermeister Wolfgang Strenger. Als Vertreter des Kurdirektors erklärt er: "Die Vermietung ist wohl noch einen Tick besser gelaufen als im Vorjahr und für unsere Gastronomen war es ein Top-Jahreswechsel. Das zeigte die Belegung des Parkplatzes am Hafen."

Neben der allgemeinen Begeisterung ist es Douven, der auch nachdenkliche Töne anschlägt: Bisher habe man von der Wirtschaftskrise aus Sylt nichts gespürt. "Wegen des belasteten Arbeitsmarkts rechne ich aber damit, dass unsere Gästezahlen etwas abnehmen werden." Der zu verteilende Kuchen werde kleiner, "der Kampf um die Stücke entsprechend größer."

Ulrike Bergmann

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