Neuer Flächenentwicklungsplan : Vogelschutz könnte Windenergieausbau westlich von Sylt ausbremsen

Die Windenergie an Land soll stärker ausgebaut werden.
Im Hauptverbreitungsgebiet der Seetaucher gibt es bereits den Offshore-Windpark Butendiek.

Die Fläche sei Hauptverbreitungsgebiet der Seetaucher, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes in Hamburg.

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26. Mai 2018, 15:16 Uhr

Westerland/Hamburg | Der Vogelschutz könnte in einem Seegebiet westlich von Sylt den Ausbau der Windenergie behindern. Das geht aus einem Vorentwurf für einen neuen Flächenentwicklungsplan des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hervor. Die als N-5 bezeichnete Fläche sei Hauptverbreitungsgebiet der Seetaucher, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes in Hamburg. In dem Gebiet gibt es bereits den Offshore-Windpark Butendiek, der allerdings Bestandsschutz habe.

Der Flächenentwicklungsplan soll für die Jahre 2026 bis 2030 gelten. Er sieht 13 Windenergieflächen in der Nordsee und drei in der Ostsee vor. Es sei mehr Platz vorhanden, als für das bisherige Ausbauziel von 15 Gigawatt bis 2030 nötig sei, hieß es.

Derzeit sind Offshore-Anlagen mit einer Leistung von 5,4 Gigawatt in Nord- und Ostsee in Betrieb. Weitere 1,7 Gigawatt sind laut dem Bundesamt in Bau. Sollten auch die bereits genehmigten Anlagen errichtet werden, hätte Deutschland im Jahr 2025 eine Leistung von 10,8 Gigawatt installiert.

Die Öffentlichkeit kann bis zum 15. Juni zu dem Vorentwurf des Flächenentwicklungsplans Stellung nehmen. Für den 27. Juni ist ein Anhörungstermin in Hamburg geplant.

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