Surf-Cup auf Sylt : Vincent Langer auf Weltmeisterkurs

Bei vier bis fünf Windstärken konnten die Fahrer am gestrigen Donnerstag ihre Wettkämpfe wie geplant durchführen.
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Bei vier bis fünf Windstärken konnten die Fahrer am gestrigen Donnerstag ihre Wettkämpfe wie geplant durchführen.

Vor dem Westerländer Strand: Mit zwei Siegen in Folge konnte sich der Kieler Vincent Langer an der Spitze absetzen.

shz.de von
23. Juli 2015, 18:08 Uhr

Einen Start mit Hindernissen erlebten die Teilnehmer der IFCA Slalom Weltmeisterschaft am vergangenen Mittwoch beim Surf Cup auf Sylt. Denn am Eröffnungstag mussten sich die Fahrer zunächst in Geduld üben, bis der Wind stark genug für den Ritt über die Wellen war. Am Abend konnte dann aber endlich eine komplette Slalom-Elimination für die Herren und zwei Wettfahrten für das Damenfeld durchgeführt werden.

Der Kieler Vincent Langer sicherte sich dabei mit einem Sieg die Führung in der Veranstaltungswertung. Auf den zweiten Platz folgte der französische Windsurfprofi Nicolas Warembourg, der Däne Sebastian Kornum lieferte eine sensationelle Aufholjagd und unterstrich mit Platz drei seine Ambitionen auf den Weltmeistertitel.

Am gestrigen Donnerstag spielte der Wind dann von Beginn an mit. Bei vier bis fünf Windstärken konnte eine weitere komplette Ausscheidungsserie für das Herrenfeld und gleich drei Wettfahrten für die Damen gestartet werden. Vor einer beeindruckenden Besucherkulisse konnte der Kieler Vincent Langer nach einem packenden Finale den zweiten Sieg für sich verbuchen und ist damit auf Weltmeisterschaftskurs. Mit seinen zwei Laufsiegen führt der amtierende deutsche Meister die Weltmeisterschaftswertung mit der Idealnote von 1,4 Punkten mit großem Vorsprung an.

Bei seinem Rennen konnte er einen guten Start hinlegen. Kopf an Kopf raste er mit dem französischen Topfahrer Nicolas Warembourg auf die erste Tonne zu. Der Franzose kam etwas besser aus der Halse und übernahm zunächst die Führung. An Tonne drei ließ Warembourg aber eine Lücke für Langer. Diese Chance ließ sich der Kieler nicht entgehen. Unter dem Jubel der deutschen Windsurf-Fans zog er an Warembourg vorbei und übernahm die Führung. Der Franzose machte viel Druck und versuchte die Führung zurückzuerobern. Dabei übertrieb er es aber etwas, so dass er an der letzten Tonne mit einem schweren Schleudersturz aus dem Rennen um den Sieg in Lauf zwei ausschied.

Der Flensburger Gunnar Asmussen konnte durch den Sturz von Warembourg eine furiose Aufholjagd mit Platz zwei krönen. Asmussen war beim Start etwas zu früh dran und musste deshalb vor der Startlinie abbremsen. So ging er nur als neunter von zehn Finalisten auf die Bahn. Im Verlauf des Rennens konnte sich der Weltmeister von 2013 aber immer weiter nach vorne fahren. Mit dem zweiten Platz wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich eine gute Ausgangsposition für den Kampf um den Weltmeistertitel.

Mehrere zehntausend Besucher verfolgten am Mittwoch und Donnerstag die Rennen der Windsurfer im Sonnenuntergang. Der Kurs war unmittelbar am Ufer ausgelegt – das Ziel befand sich direkt an der Wasserkante, sodass die Besucher die Surfwettkämpfe hautnah erleben konnten. Rund 90 Teilnehmer aus 17 verschiedenen Nationen nehmen am Surf Cup teil. In der Disziplin Slalom kämpften sie um ein Preisgeld von 15  000 Euro. Der beste Slalompilot soll am kommenden Sonntag, 26. Juli, mit dem offiziellen Titel „Slalom Weltmeister 2015“ gekürt werden.





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