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Autozug-Debatte : Verwirrung um künftige Sylt-Shuttle-Betreiber

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sylts Bürgermeister und Bürgervorsteher suchen Hilfe bei Bund, Land und Kreis. Sie bitten die Verantwortlichen darum, „das derzeitige Vergabeverfahren abzubrechen“.

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erstellt am 03.Jun.2015 | 14:37 Uhr

Westerland | Die Verhandlungen für den Autozug zwischen Niebüll und Westerland werden immer „skurriler“ und „untragbarer“ – das befinden Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel und Bürgervorsteher Peter Schnittgard in einem Schreiben an Bund, Land und Kreis.

Sie bitten die Verantwortlichen darum, „das derzeitige Vergabeverfahren abzubrechen“. Das gestrige Krisengespräch zwischen den konkurrierenden künftigen Autozug-Betreibern Railroad Development Deutschland (RDC) und der Deutschen Bahn mit der zuständigen Vergabe-Instanz DB Netz dürfte sich die Verzweiflung nicht gelindert haben: Der wichtigste Konfliktpunkt – wer bekommt nun wie viele Autozug-Fahrten zugesprochen? – ist immer noch nicht geklärt.

Während sich die Deutsche Bahn momentan nicht zu dem Thema äußern will, gestaltet sich die Lage aus Sicht von RDC so: 18 Fahrten täglich werden künftig sicher von RDC gefahren, fünf von der DB Autozug. Bei knapp zehn Fahrten könnte es zum Höchstbietverfahren kommen. Und weitere 40 bis 45 Fahrten müssten an die DB Autozug fallen. In diesen Fällen hat die Bahn deutlich längere Trassen als bis Niebüll, nämlich teilweise bis nach Hamburg, beantragt.

Da beim Vergabeverfahren Anmeldungen für längere Strecken Vorrang haben, würden die meisten Autozüge künftig also weiterhin unter DB-Fahne fahren. Ob die Bahn zwischen Hamburg und Niebüll leere Triebwagen fahren lassen wird, oder ob sie Personenzüge in Niebüll in Autozüge „umwandeln“ will, wie sich im Schreiben der Gemeinde Sylt andeutet, war gestern noch unklar.

RDC prüft , ob der „Trick“ der Deutschen Bahn mit dem Eisenbahnrecht vereinbar ist, sagt Geschäftsführer Carsten Carstensen. Am 7. Juli wird die DB Netz die Fahrpläne für die Trassen vorlegen – gegebenenfalls wird RDC juristisch dagegen vorgehen. Wann ein verlässlicher Fahrplan steht, ist weiterhin unklar. Der für den Verkehr zuständige Staatssekretär Frank Nägele forderte die Unternehmen auf, sich an einen Tisch zu setzen und Klarheit zu schaffen.

 

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