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Gespräche : Verwaltungen starten den Fusionsprozess

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Noch bevor sich die "Übergangsparlamente" in Westerland und Sylt-Ost konstituiert haben, ist es auf Verwaltungsebene bereits zu einem ersten Fusionstreffen gekommen.

Westerland/Sylt-Ost | Die Zeit drängt: Zum 1. Januar 2009 bilden die Stadt Westerland und die Gemeinde Sylt-Ost eine gemeinsame Kommune, aus der bisherigen Stadt- und der Amtsverwaltung wird die erste einheitliche Inselverwaltung. Diese wird im Kernbereich (ohne Kindergärten, Bauhof u.ä.) 115 Mitarbeiter haben.

Um deren Zusammenschluss zu erleichtern, komme es vor allem darauf an, bei den Mitarbeitern Vertrauen und Motivation aufzubauen, erklärte Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber, unter deren Leitung das erste Treffen der künftig monatlich tagenden Lenkungsgruppe stattfand. Reiber: "Auf Verwaltungsebene wie auf politischer Seite soll sich niemand als Verlierer fühlen."
Der Fusionsvertrag muss bis zum 31. September vorliegen

Das erste Gespräch, an dem neben den Büroleitenden Beamten und den Amtsleitern auch die Personalräte beider Verwaltungen teilnahmen, sei konstruktiv und harmonisch verlaufen. Zur Lenkungsgruppe wird künftig auch Sylt-Osts neuer amtierender Bürgermeister Erik Kennel gehören, der am Donnerstag gewählt werden soll.

Zu den wichtigsten Eckpunkten des Abstimmungsgesprächs gehörte der Zeitplan. Danach muss der Fusionsvertrag bis zum 31. September vorliegen. Grundlage soll nach Auffassung der Kommunalaufsicht der bereits 2006 diskutierte Vertragsentwurf sein, der nur das Nötigste regelt und den Rest dem voraussichtlich im März zu wählenden neuen Parlament überlässt.

Möglichst schnell zu klären ist darüber hinaus die Frage des Verwaltungssitzes (Westerländer Rathaus oder Neubau am Flughafen). Beide Alternativen sollen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten analysiert und im Juli den Mitarbeitern und der Politik vorgestellt werden. Eine Entscheidung über den künftigen Sitz der Verwaltung strebt die Lenkungsgruppe bis Ende August an. Reiber: "Wir werden also auf keinen Fall schon ab Januar eine gemeinsame Verwaltung haben, sondern noch einige Zeit so weiterarbeiten wie bisher."
Die Verwaltungsarbeit soll deutlich verbessert werden

Von ebenso großer Bedeutung wie der Verwaltungsstandort ist zudem die Frage, ob die neue Kommune einem Amt Sylt angehören soll oder als amtsfreie Gemeinde die Geschäfte der übrigen Inselgemeinden führen wird. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für alle Beteiligten sollen aufgearbeitet und abgewogen werden. In letzter Konsequenz liegt die Entscheidung jedoch beim Innenministerium. "Wir wollen auf keinen Fall, dass einfach nur alles beim Alten bleibt, sondern dass die Verwaltungsarbeit besser wird", verdeutlicht Petra Reiber die Zielsetzung.

Neben diesen von der Politik zu entscheidenden Fragen, hat sich die Lenkungsgruppe bereits auf erste konkrete Schritte verständigt. Dazu gehören neben dem Austausch interner Stellenausschreibungen und der gemeinsamen Bestandsanalyse der jeweiligen Verwaltungsbereiche auch gemeinsame Personalversammlungen sowie ein gemeinsames Sommerfest.

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erstellt am 17.Jun.2008 | 09:03 Uhr

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