Vegan auf Sylt kann so lecker sein

Schwarze Tagliorini mit Avocado, gründem Spargel und Maracuja im Alten Zollhaus.
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Schwarze Tagliorini mit Avocado, gründem Spargel und Maracuja im Alten Zollhaus.

Immer mehr Menschen ernähren sich vegan, also ohne tierische Produkte: Ingrid Dietz hat sich durch das Sylter Angebot probiert

shz.de von
01. August 2015, 05:07 Uhr

Labbriger Tofu auf ungewürztem Gemüse: Die Zeiten, in denen Veganern auf Sylt fade Alternativen zu Fleischgerichten angeboten wurden, sind lange vorbei. Immer mehr Restaurants haben auf ihrer Speisekarte eine Auswahl an veganen Gerichten, die dem vegetarischen Essen und den Fleischgerichten geschmacklich in nichts nachstehen. Ein rein veganes Restaurant gibt es zwar noch nicht, jedoch ist der Trend zu Speisen, die keine tierischen Produkte enthalten, nicht mehr von der Hand zu weisen und die Sylter Gastronomen haben darauf reagiert.

Dass Veganern auf der Insel ein reichhaltiges und abwechslungsfreudiges gastronomisches Angebot geboten werden kann, zeigt auch das kulinarische Experiment von Ingrid Dietz aus dem Sauerland. Auf ihrer Instagram-Seite „vegan for the word“ hat die Sylt-Urlauberin alle veganen Sylt-Gerichte fotografisch dokumentiert, die ihr auf den Tisch gekommen sind. Dabei herausgekommen ist eine gute Übersicht über das vielfältige vegane Angebot auf der Insel.

In der Osteria gab es beispielsweise gebratene Auberginen und Zucchini auf Tomatenjus, im Samoa Seepferdchen Thai-Kokos-Nudeln mit viel Gemüse und Sprossen, das Il Ristorante in Kampen servierte Tagliatelle mit Pfifferlingen und in der Sansibar bot man ihr sofort einen Burger mit Erbsen-Karotten-Patty, Süßkartoffel-Pommes und Koriander-Dip an.

„Es hat fast ausnahmslos überall gut geklappt, à la Carte vegan zu essen“, sagt Ingrid Dietz, die sich ihrer Gesundheit zuliebe für die Ernährungsumstellung entschieden hat. „Überall wurde sehr offen damit umgegangen und ich hatte nicht den Eindruck, dass ich mit meinen Sonderwünschen gestört hätte.“

Im Keitumer Amici war Dietz nach mediterranem Gemüse mit Rosmarinkartoffeln satt und glücklich, Fisch-Fiete, das – wie der Name schon sagt eigentlich ein Fischrestaurant ist, servierte Pellkartoffeln mit Mojo Riojo und Mojo Verde und der Kamp’ner Pesel konnte mit einer Frühlingsrolle mit orientalischem Couscous mit mariniertem Tofu auf Staudensellerie-Tomatenragout und Sojaschaum auftrumpfen.

Auch in der Butcherei in Keitum – eigentlich ein Restaurant, das ausnahmslos auf Fleisch spezialisiert ist - war Dietz mit ihrer Alternative – Steak-Pommes mit gegrilltem Gemüse und Chimchuri – sehr zufrieden. „Die einzige Schwierigkeit war es, veganen Wein zu bekommen“, sagt Dietz, „aber uns wurde im Weinhaus sofort angeboten, welchen zu bestellen.“

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