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Sylter Rundschau

19. Oktober 2017 | 15:04 Uhr

Film-Premiere : Unter der Oberfläche

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ergreifende Erinnerung: Zwei Monate nach dem Tod von Surfprofi André Paskowski feiert sein letzter Film heute auf Sylt Premiere.

von
erstellt am 28.Sep.2013 | 06:00 Uhr

„Below the Surface“ heißt der Surf-Film, der heute Abend in der Kinowelt Premiere feiert – zu deutsch „Unter der Oberfläche“. Und die Geschichte, die dahinter steht, geht sogar tief unter die Haut. Es ist die Geschichte von dem Profisurfer und Filmemacher André Paskowski, der die Premiere nicht mehr selbst erleben wird. Am 2. August ist der 31-Jährige nach dreijährigem Kampf gegen den Krebs in Hamburg gestorben.

Die Nachricht von seinem Tod – und vor allem sein herzzerreißender Abschiedsbrief, der noch am selben Tag auf seiner Facebookseite veröffentlicht wurde – löste große Trauer in der weltweiten Surfer-Szene aus. Paskowski war beliebt bei den Kollegen, die ihn als Freestyler, Filmproduzent und als Mensch schätzten. Viele bewunderten ihn dafür, dass er sich auch von der Krebsdiagnose und den Rückschlägen im Kampf gegen die Krankheit nie unterkriegen ließ, weiter die schönsten Plätze zum Surfen besuchte. So wie zuvor zehn Jahre lang war er immer auf der Suche nach der perfekten Welle, dem idealen Wind.

Mit „Four Dimensions Movie“ und „Minds Wide Open“ produzierte er zwei viel beachtete Filme. Bis zuletzt hatte er an der Fertigstellung seines mittlerweile dritten Films gearbeitet. Doch der große Wunsch, dessen Premiere auf Sylt noch selbst zu erleben, blieb André Paskowski verwehrt. Und so wird die Premiere heute Abend um 20Uhr in der Westerländer Kinowelt (Tickets am Zelt des Surf-Magazins auf der Promenade) für viele Surfer auch zu einer Erinnerung an den Freund und Kollegen werden.

Im Mittelpunkt des Films, der wie die beiden Vorgänger traumhafte Bilder, top Musik und Surfaction bietet, stehen Wave-Weltmeister Victor Fernandez und Freunde – Freestyle-Weltmeister Goliito Estredo, Marcilio Browne, Klaas Voget und Alessio Stillrich. „Hinter jeder Aufnahme steckt eine Idee und man kommt ins Träumen. Gerade in meiner Situation ist Träumen sehr gut und der Film erzeugt dieses Feeling“, sagte André kurz vor seinem Tod im Interview mit Ingo Meyer für das Magazin „Windsurfers“.

In dem Interview sagte er auch, dass er hoffe, dass der Film mit seinem Namen verbunden bleiben werde „und sich alle Beteiligten – vor allem meine Freundin – auch in Jahren noch an die Zeit der Entstehung erinnern.“ In Erinnerung bleiben wird André sicherlich nicht nur durch „Below the Surface“, sondern auch durch die letzten Sätze seine Abschiedsbriefes. „Es ist sehr hart, für immer loszulassen. Ich hoffe für meine Familie, meine Freunde und besonders für Carolina, dass sie den Schmerz bald überwinden. Seid nicht zu hart zu euch selbst, seid nett zu anderen und genießt jeden Moment in eurem Leben.“

 

 

Eine zweite Vorführung gibt es am Freitag, 4. Oktober, um 20 Uhr in der Kinowelt. Weitere Filmaufführungen am 16. Oktober (19.30 Uhr) Rio Cinema in München (Tickets unter www.riopalast.de) sowie am 18. Oktober (20.30 Uhr) im Studio Filmtheater in Kiel (Kartenreservierung unter 0431/9828101).

 

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