Brand der "Atlantic Cartier" : Umweltschützer: Keine radioaktiven Stoffe im Hafen

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU, Sitz in Bonn) hat gefordert, den Umschlag radioaktiver Stoffe in Häfen zu verbieten.

shz.de von
29. Mai 2013, 10:57 Uhr

Hamburg | Der Brand der "Atlantic Cartier" am 1. Mai in Hamburg habe verdeutlicht, dass die Gefahr einer Atomkatastrophe nicht nur in der Umgebung von Atomkraftwerken und Atomanlagen droht, warnte das Hamburger BBU-Vorstandsmitglied Regina Ludewig gestern. Der Brand fand während der Eröffnung des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentages statt.
Erst nach dem Brand des Frachters wurde offiziell bekannt, dass an Bord des Schiffes Nuklearmaterial geladen war. Auch das hochgefährliche Uranhexafluorid war an Bord, das in keinem Fall mit Wasser in Verbindungen kommen darf, da sich sonst Flusssäure bildet. Alternative Löschmittel standen der Hamburger Feuerwehr allerdings nicht ausreichend zur Verfügung. "Durch die Bergung der Urancontainer von dem brennenden Schiff konnte in diesem Fall eine Katastrophe verhindert werden", sagte Ludewig. Aber niemand könne garantieren, dass ein derartiger Brand immer in den Griff zu bekommen sein werde.

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