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Unerwünschte Pflanze : Umweltamt warnt vor gefährlicher Herkulesstaude

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Verbrennungen und Entzündungen, sogar Atemnot können sie verursachen: Herkulesstauden sind gefährliche Pflanzen. Das Umweltamt fordert deshalb dazu auf, mögliche Standorte zu melden.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2016 | 11:41 Uhr

Auch in diesem Jahr sind auf der Insel wieder Vorkommen der Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, gemeldet worden. Die in der Blüte zwar attraktive Pflanze ist sehr gefährlich, wie das Umweltamt mitteilte. Auf die Haut gelangter Pflanzensaft könne bei anschließender Sonnenbestrahlung zu schwerwiegenden Verbrennungen und Entzündungen führen. In Einzelfällen kann es bei einem längeren Aufenthalt unmittelbar neben den Pflanzen zu Atemnot und einer bis zu drei Wochen anhaltenden Bronchitis kommen.

Zurzeit blühen die ursprünglich aus dem Kaukasus stammenden Pflanzen allerdings noch nicht. Weil eine Einzelpflanze jedoch bis zu mehrere 10  000 Samen entwickeln kann, die hauptsächlich durch Wind verbreitet werden, empfehlen Natur-Experten, die Pflanzen schon jetzt komplett zu entfernen.

Um die Stauden zu Roden, sollten die Pflanzenstängel dicht am Boden – noch vor der Reife – gekappt werden. Wichtig ist hier, dass die Dolden über den Hausmüll und nicht über die Biotonne entsorgt werden. Nach dem ersten Roden ist von Zeit zu Zeit eine Kontrolle wichtig, da die Pflanzen nachsprießen. Beim Entfernen der Pflanzen wird empfohlen, eine vollständige Schutzkleidung zu tragen und jeden Hautkontakt mit der Pflanze unbedingt zu vermeiden. Falls es dennoch zu einem Kontakt kommt, sollte Sonneneinstrahlung vermieden und der betroffene Hautbereich umgehend mit Wasser und Seife oder sogar mit Spiritus gereinigt werden.

Die Standorte der Herkulesstaude auf Sylt können dem Amt für Umwelt,- Landschaft- und Küste per E-Mail an hauke.hansen@gemeinde-sylt.de oder unter der Rufnummer 04651-851450 gemeldet werden. Soweit möglich, werden dann die Eigentümer ermittelt, benachrichtigt und zum Entfernen der Pflanzen aufgefordert.

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