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Gemeindevertretung Sylt : Umbau der Sylter Welle beschlossen

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Mit einer breiten Mehrheit entschied sich die Gemeindevertretung Sylt am Dienstagabend für ein Sporthallenbad mit Salzwasser

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 11:30 Uhr

Ein Sporthallenbad mit Salzwasser soll es werden – dafür gab es Dienstagabend in der Gemeindevertretung Sylt 18 Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Der eindeutigen Entscheidung ging eine lange Diskussion voraus. SPD, SSW und die Partei Insulaner stellten den Antrag, dass „die Investition in ein Sportbecken am Standort Sylter Welle“ bis zum 31. Dezember 2016 nicht realisiert wird. Die Zeit bis dahin solle genutzt werden, um eine „akzeptable Lösung mit der Gemeinde List“ zu erreichen. Der Antrag wurde trotz eindringlicher Appelle der Antragsteller nicht angenommen (18:9).

Einig waren sich die Politiker im Westerländer Rathaus lediglich in dem Punkt, dass mit möglichst allen Inselgemeinden darüber gesprochen werde, wie die weitere Nutzung des Lister Bades aussehen könnte. Außerdem wolle die Inselmitte mit den anderen Gemeinden über eine Nachnutzung des Geländes der ehemaligen Marineversorungsschule sprechen.

Für Kay Abeling (CDU) gab es nicht von vornherein ein entweder oder. List oder Westerland. Er plädierte dafür auszuloten inwieweit sich die Gemeinde Sylt trotz der Investition in die Sylter Welle am Lister Schwimmbad langfristig beteiligen könne. Schulsport könne in Westerland, Vereinssport weiter in List betrieben werden. Christian Thiessen (Piratenpartei) und auch Andreas Eck (SSW) sehen diese Möglichkeit nicht. „Können wir uns beides leisten? List und die Sylter Welle? Ich zweifle daran“, so Thiessen.

Wenn sogar die Hörnumer sagen, sie unterstützen das Lister Bad, so wie die anderen Amtsgemeinden Kampen und Wenningstedt-Braderup auch, sei es für die Gemeinde Sylt wichtig, sich ebenfalls für List zu engagieren, erklärte Hicham Lemssiah (Insulaner). Nur dann könne mann vielleicht irgendwann mal mit einer Stimme für ganz Sylt sprechen. „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“ Damit spielte Lemssiah, im Falle einer Entscheidung gegen die Sylter Welle, auf die trotzdem zu bezahlenden Planungskosten in Höhe von 610 000 Euro an.

Das jetzt beschlossene Becken soll zirka 4,34 Millionen Euro kosten, laut Bericht der ISTS-Geschäftsführung. Neben den vom Schulverband Sylt zugesagten 2 00 000 Euro jährlich, kommen auf die ISTS zirka 140 000 Euro laufende Kosten zu. Einmalkosten für die Abschreibung des Außenbeckens werden mit zirka 330 000 Euro beziffert.

Die Gemeindevertretung Sylt wurde Dienstag kurzfristig eingeladen, da die Bindungsfrist der Anbieter, die sich auf die Ausschreibung hin gemeldet hatten, am morgigen Freitag abläuft. Die Baukostenerhöhungen zwischen der ersten Schätzung und dem vorliegenden Ausschreibungsergebnis, liegen laut Peter Douven vor allem am Tief- und Betonbau.

 

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