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Gefahr: Hund : Trügerische Idylle für Lister Lämmer

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Freilaufende Hunde und zu schnell fahrende Autos sind eine Gefahr für die Lämmer im Listland auf Sylt.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Sie zaubern den meisten Menschen auf Anhieb ein Lächeln ins Gesicht: die kleinen Lämmer im Listland. Zahlreich sind sie jetzt mit ihren Müttern in den Dünen und auf den Salzwiesen unterwegs und lernen die Welt kennen. Und dass diese Welt nicht immer nur schön ist, haben leider auch schon einige erfahren müssen. Sowohl Autofahrer als auch Hundebesitzer sollten sich in diesem Fall besonders angesprochen fühlen. Allein in den vergangenen Tagen gab es jeweils einen Fall eines angefahrenen Lammes und einen Fall, in dem ein Mutterschaf von einem Hund angefallen wurde.

Die Beschilderung entlang der alten Listlandstraße, vorbei an den Wanderdünen, hat ihren Sinn – genauso wie auf dem Ellenbogen: langsam fahren und auf Schafe Acht geben. Die Tiere liegen teilweise auf oder direkt an der Straße oder queren sie unvermittelt. Zwischen den hohen Gräsern sind sie manchmal erst in allerletzter Minute zu sehen.

Hundebesitzer müssen ihre Tiere grundsätzlich anleinen – im gesamten Lister Gebiet. „Leinenpflicht besteht (...) im gesamten Bereich von List aufgrund der frei laufenden Schafe, einschließlich dem Ellenbogen (...).“ So steht es in der Broschüre „Urlaub mit Hund“ der Sylt Marketing GmbH. Darin geht es übrigens nicht nur um Verbote, sondern vielmehr um Tipps rund um einen entspannten Urlaub mit Hund. Die Infoblätter liegen in den Tourismus-Services zum Mitnehmen aus.

Wer dennoch einen Zusammenstoß mit einem Schaf hatte oder der eigene Hund mit Blut am Maul von einem (wenn auch kurzen) Freilauf zurückkommt, sollte sich sofort an das Polizeirevier Sylt in Westerland wenden, Tel. 04651-70470. Diese wird sich dann mit dem Schafhalter in Verbindung setzen, der dann nach seinen Tieren gucken und gegebenenfalls versorgen kann. Das gilt übrigens nicht nur für das Listland, sondern auf der gesamten Insel und vor allem auch auf den Deichen. Denn auch dort sind Schafe unterwegs.

Freilaufende, unbeaufsichtigte Hunde seien immer wieder ein Problem auf der Insel, weiß auch Norbert Grimm, der Umweltbeauftragte in der Inselverwaltung und hält Aufklärungsarbeit daher für sehr wichtig (wir berichteten).

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