Tri-Islands-Wettkampf : Triathlon über Amrum, Föhr und Sylt geplant

Das Finale auf Sylt: Mit dem Boot soll es auf die Insel gehen, kündigte Red Bull an . Dort werde dann die letzte Etappe laufend bewältigt.
Das Finale auf Sylt: Mit dem Boot soll es auf die Insel gehen, kündigte Red Bull an . Dort werde dann die letzte Etappe laufend bewältigt.

Harter Wettstreit auf drei Inseln: Neue Sportveranstaltung soll Mitte August stattfinden. Bisher ist das Event allerdings nicht genehmigt,

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19. Mai 2015, 05:12 Uhr

Schwimmen, Radeln, Laufen: Triathlon-Begeisterte sollen am Sonntag, 16. August, auf Amrum, Föhr und Sylt an ihre Grenzen gehen können. Der österreichische Getränkehersteller Red Bull hatte auf seiner Homepage angekündigt, einen sogenannten Tri-Islands-Wettkampf auf den drei nordfriesischen Inseln zu organisieren. Von Amrum nach Föhr sollen die Sportler schwimmen, dort soll es mit dem Fahrrad weiter gehen, bevor die Triathleten mit dem Boot nach Sylt gefahren werden, um dann die letzte Etappe laufend zu bewältigt.

Eine vergleichbare Veranstaltung hat es auf den nordfriesischen Inseln bisher nicht gegeben. Genehmigt ist die kräftezehrende Sportsause bisher aber nicht: „Bisher liegen noch nicht alle Unterlagen von Red Bull vor“, sagte ein Sprecher der Verkehrsbehörde im Kreis Nordfriesland. Erst wenn das vollständige Konzept des Veranstalters vorliege, könne mit allen Gemeinden, der Polizei und weiteren Interessengruppen über den Triathlon abgestimmt werden. Wann dieser Prozess abgeschlossen ist, stehe bisher nicht fest.

Auch in der Gemeinde Hörnum – wo der größte Teil des Sportevents auf Sylt stattfinden soll – müssen noch einige organisatorische Fragen geklärt werden. Ob alle Anforderungen des Veranstalters erfüllt werden können, sei bislang noch unklar, sagt Finja Fröhlich, Leiterin des Tourismus-Service Hörnum: „Wir freuen uns über das Event, aber das muss gut organisiert werden. Besonders, da es in der Hochsaison stattfinden soll.“

Erst kurzfristig sei die Gemeinde vom Getränkehersteller über die TriathlonPläne informiert worden. Genug Zeit, wichtige Fragen wie die Müllentsorgung, Parkmöglichkeiten oder Transport der Gäste von Westerland nach Hörnum zu organisieren, habe sie bisher nicht gehabt. Sie wünsche sich, dass der Triathlon für alle schön wird: „Es ist wichtig, dass Red Bull mit der Naturschutzbehörde zusammenarbeitet: Die Veranstaltung soll im Einklang mit Natur und Umwelt stattfinden.“

Auch die untere Naturschutzbehörde hat bisher nicht ihr Okay zur möglichen Streckenführung gegeben. „Bei Events dieser Art muss geschaut werden, ob die Strecke durch geschützte Bereiche geht, etwa durch Dünen“, sagte Pressesprecher Martin Slopianka. Dann müsse geprüft werden, ob das öffentliche Interesse das Naturschutzinteresse überwiege, und ob die entsprechende Strecke für Läufer während des Events freigegeben werden kann.

Auf der Homepage von Red Bull wurde das Event indes schon groß beworben: Von der zehntgrößten Insel Deutschlands, Amrum, soll es Mitte August rund 2,5 Kilometer durch das offene Meer auf die Nachbarinsel Föhr gehen, wo die Sportler 40 Kilometer mit dem Fahrrad hinter sich bringen sollen. Anschließend bringen Boote die Sportler zur finalen Laufentscheidung nach Sylt, hieß es auf der Seite. Diese wurde allerdings gestern Nachmittag wieder offline genommen. Ob das Sportevent also wirklich stattfinden soll, scheint momentan noch nicht ganz sicher.


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