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Geburtshilfe Sylt : Treffen in Kiel: Runder Tisch zur Sylter Geburtshilfe

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Landrat, Bürgermeisterin, Krankenkassen und die Staatssekretärin: Vertreter von Asklepios werden heute im Kieler Gesundheitsministerium von einer großen Runde erwartet.

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erstellt am 11.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Heute wird im Kieler Gesundheitsministerium erneut über die Zukunft der Sylter Geburtshilfe beraten: Vertreter der Asklepios-Klinik und Krankenkassen sowie Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen und Petra Reiber, Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt, wollen sich unter Leitung von Staatssekretärin Anette Langner an einen Tisch setzen.

Bereits gestern unterstrich die schleswig-holsteinische Gesundheitsministerin Kristin Alheit, dass sie von ihrer bisherigen Position nicht abrücken wolle: „Die Nordseeklinik ist in der Pflicht, den Versorgungsauftrag zu erfüllen. Alle Beteiligte stehen bereit, sie dabei zu unterstützen. Ich erwarte von Asklepios, dass der Versorgungsauftrag über den 1.1. hinaus erfüllt wird.“ Zusätzlich hieß es aus dem Ministerium, dass die bislang von Asklepios vorgelegten Vorschläge zur zukünftigen Versorgung noch kein befriedigendes Ergebnis gebracht hätten.

Auch während in der Landeshauptstadt Gespräche geführt werden, sucht man auf der Insel weiter nach Wegen, um Asklepios zum Weitermachen zu bewegen: Eine Möglichkeit, die in Gesprächrunden immer wieder kursiert, ist der Hebel über einen abgeänderten B-Plan: Schon im Oktober 2012 brachte Gemeindevertreter Holger Flessau (CDU) seine Verwunderung über das Fehlen eines Bebauungsplans für die Nordseeklinik öffentlich zum Ausdruck. Damals hatte die Ankündigung der Asklepios-Geschäftsführung, den Rehabereich gegebenenfalls in ein Hotel umfunktionieren zu wollen, für Aufregung in der Kommunalpolitik gesorgt und man beauftragte die Verwaltung einen Bebauungsplan aufzustellen. Noch ist nicht klar, ob der Nordseeklinik durch einen veränderten B-Plan detaillierte Vorgaben – wie zum Beispiel zum Erhalt der Geburtshilfe – gemacht werden können. Eines ist aber schon jetzt sicher: Auf das Eigentum Anderer kann nur in den seltensten Fällen von außen Einfluss genommen werden. Und die Klinikgebäude gehören dem Asklepios-Konzern. Bevor in dem Gebäuden des ehemaligen Luftwaffenlazaretts im Jahr 1953 der öffentliche Krankenhausbetrieb aufgenommen wurde, befand sich lediglich ein kleines Krankenhaus an der „Rote-Kreuz-Straße“ in Westerland, das die Inselbevölkerung medizinisch versorgte. Nach langjähriger Trägerschaft durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gehört die Klinik seit 1991 mit ihren Krankenhaus- und Rehaabteilungen zur privatwirtschaftlichen Asklepios Kliniken GmbH.

Im Jahr 2007 beteiligte sich das Land mit 8,5 Millionen Euro am Ausbau eines neuen Bettenhauses auf dem Asklepiosgelände. Die für die finanzielle Hilfe geleisteten Zusagen von Seiten der Klinik könnten heute ebenfalls Thema in Kiel zu sein und danach auch öffentlich werden.

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