Neues Hotel in Westerland : Traditionshaus „Terminus“ wird zum Hotel

Der geplante Neubau an der Elisabethstraße verfügt über 24 Zimmer. Visualisierung: König Sylt
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Der geplante Neubau an der Elisabethstraße verfügt über 24 Zimmer. Visualisierung: König Sylt

2021 soll der Neubau unter dem Namen „I love Sylt Hotel Terminus“ eröffnen.

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01. September 2020, 19:11 Uhr

Westerland | Zwischen Bismarckstraße und Elisabethstraße tut sich etwas: Haus Terminus in der Elisabethstraße 15 hat einem Hotelneubau Platz gemacht, das Flintermann-Gebäude an der Bismarckstraße steht vor dem Abriss. Neubaupläne gibt es auch für das Gebäude gegenüber mit dem Restaurant „Pinocchio“ sowie für das Haus Diana und das Haus Blankenese an der Bötticherstraße.

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Das weißgetünchte Haus Terminus gehörte zuletzt der Familie von Bürgermeister Nikolas Häckel. Seine Großeltern Heinrich und Emilie Möller übernahmen das 1890 errichtete Gästehaus in den 1930er Jahren. Laut Verzeichnis der „Fremdenheime und Logierhäuser“ von 1949 verfügte es über 14 Betten, fließend Wasser und Zentralheizung, Veranda und Balkon. Später wurde das Haus Terminus als Pension mit sechs Appartements von Tochter Ingrid und ihrem Mann Wolfgang Häckel geführt. Am 31. Dezember 2017 schloss das Gästehaus Terminus seine Tore, vor einem Jahr rollten die Abrissbagger an.

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Der Name „Terminus“ bleibt auf Wunsch der Vorbesitzer erhalten, erläutert der neue Eigentümer Ole König, Geschäftsführer von König Sylt. Das „I love Sylt Hotel Terminus“ soll im kommenden Jahr eröffnen – mit 24 Zimmern, einer Tiefgarage, einem kleinen Restaurant, einem Schwimmbad und einem Fitnessraum. Rechtzeitig zum 70-jährigen Firmenjubiläum von König Sylt, das für 2022 ansteht. 1952 hatten Ole Königs Großeltern Günter und Liselotte König nach der Flucht aus Pommern mit „Spielwaren König“ im alten Hotel Roth den Grundstein für das spätere Ferienvermietungs- und Immobilienunternehmen gelegt.

Künftig werden die Gäste der König-Appartementvermietung im neuen Hotel in der Elisabethstraße auch die Schlüssel für ihr Feriendomizil abholen können. Das Büro in der Wilhelmstraße 7, in dem die Ferienvermietung seit 1967 zuhause ist, soll aber zunächst als Verwaltungssitz erhalten bleiben.

„Wir wollten auch architektonisch etwas Anspruchsvolles gestalten“, sagt Ole König mit Blick auf die Baupläne für den Hotelneubau. Dabei dominierten klassische Gestaltungselemente und Materialien, kein Beton. Die Front lehne sich an den Bäderstil an. „Wir wollten ein nettes, charmantes Hotel, das die touristische Landschaft bereichert“, sagt der Bauherr.

Der Neubau sei kaum größer als das alte Gebäude, betont Ole König, die Distanz zur Nachbarbebauung und zur Straße ändere sich nicht. Auf dem schmalen Grundstück reiche der Bau aber weiter nach hinten, und der Keller sei deutlich größer als beim Vorgänger. „Bei der Grundstücksausnutzung haben wir uns bewusst nicht mit Maximalforderungen an die Gemeinde gewandt, sondern schnell einvernehmlich ein Maß gefunden, das sich gut einfügt“, erklärt Ole König. Im Vergleich zu einigen Nachbargebäuden stelle sich das Terminus deutlich zurückhaltender dar. Daher sei es auch schon im ersten Anlauf vom Bauausschuss der Gemeinde abgesegnet worden.

Bei der Bauausschuss-Sitzung am 12. August vergangenen Jahres hatten zehn Ausschussmitglieder für und eines gegen den Bauantrag gestimmt.

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