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Deyles Antwort : Thermenplaner Deyle: "Reiber ist unehrlich"

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Stillstand in Sachen Zukunft der Keitum Therme, doch auf der verbalen Ebene gibt es einen regen Schlagabtausch. Die Kritik Petra Reibers an der Blockadepolitik von Thermenplaner Uwe Deyle möchte der Stuttgarter nicht so stehen lassen.

Keitum | Sie werfen sich gegenseitig Blockadepolitik vor: Vergangene Woche hatte Sylts Bürgermeisterin Petra Reiber auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, dass Thermenplaner Uwe Deyle ihrer Meinung nach das Gerichtsverfahren um die Zukunft des Projekts auf dem Keitumer Kliff verzögere. Eine Einschätzung, auf die Deyle mit ähnlichen Vorwürfen reagiert: Petra Reiber sei "unehrlich", blockiere den Fortgang des Verfahrens auf Kosten der Gemeinde und verweigere "von Anfang an bis heute jedes Gesprächsangebot und jede Verhandlung." Stattdessen habe sie den "zeitaufwändigen, für die Gemeinde teuren und ihr Problem nicht im geringsten lösenden Weg" eines Schiedsgerichtsverfahrens gewählt.
Beide Darstellungen gehen auseinander

Unsere Zeitung bat daraufhin beide Seiten um chronologische Abläufe der außergerichtlichen Einigungsbemühungen: Im Dezember 2008 schickte Deyle der Gemeinde ein Angebot, das für diese unannehmbar war. Am 9. Februar machte die Gemeinde einen Gegenvorschlag - und an diesem Punkt gehen die Darstellungen auseinander: Während Deyle in seiner Chronologie schreibt, dieses Angebot "grundsätzlich akzeptiert" und die Gemeinde zu konkreten Verhandlungen aufgefordert zu haben, heißt es aus dem Sylter Rathaus, Deyle habe am 20. Februar per Fax sein Angebot wiederholt. Die Gemeinde habe dies am 24. Februar erneut als unannehmbar zurückgewiesen und als dann keine Antwort mehr von Deyle gekommen sei, am 12. März die Schiedsgerichtsklage eingereicht.
Das Schiedsgericht soll seine Zuständigkeit prüfen

Und jetzt? Bei einer Verhandlung wird es nicht darum gehen, wer wann welche Angebote unterbreitet hat, sondern um drei Punkte: Auf Wunsch von Deyle muss das Schiedsgericht seine Zuständigkeit prüfen (wir berichteten). Ist es zuständig, wird es die Ursprungsfragen klären: Ist die Kündigung der Verträge mit Deyle durch die Gemeinde wirksam und wer hat die Besitzrechte an dem Grundstück? Bis dahin rottet der Rohbau auf dem Kliff weiter vor sich hin.

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erstellt am 03.Aug.2009 | 06:18 Uhr

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