Sylter Küstenschutz : Tetrapoden-Meer im Inselsüden

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Rund 2000 Beton-Kolosse werden derzeit in Hörnum zwischengelagert.

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02. Juni 2014, 17:31 Uhr

Es wirkt so, als hätte der Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) die terakotta-Armee aus Beton nachgestellt: Rund 2 000 Tetrapoden lagern derzeit am Hörnumer Strand. Im Herbst sollen sie dann vor der Küste als Wellenbrecher eingesetzt werden. Die sechs Tonnen schweren Kolosse wurden im Norden Westerlands auf Höhe der Nordseeklinik und im Norden Hörnums teilweise aus dem Sand ausgebuddelt. Mit ihnen soll das Tetrapodenlängswerk – 1968 erbaut – weiter nach Süden verlängert werden (wir berichteten). Vor einigen Jahren noch war von Seiten des LKN aus gesagt worden, dass das Ausgraben von Tetrapoden zu teuer sei. Jetzt allerdings sieht die Rechnung ein bisschen anders aus: Die Kosten für die Anfertigung pro Stück und den Transport per
Schiff belaufen sich nach Schätzungen des LKN auf 1 000 bis 1 200 Euro pro Stück und sollen damit höher liegen, als wenn die Wellenbrecher aus Beton ausgegraben und per Lkw zu ihrem Lagerplatz gefahren werden.

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