Telefonkonzerne helfen Geheimdiensten

shz.de von
03. August 2013, 05:59 Uhr

Berlin | Netzbetreiber unterstützen die Geheimdienste beim Ausspähen von privaten Daten. Das berichteten gestern NDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Unterlagen des Ex-US-Geheimdienstler Edward Snowden. Der britische Geheimdienst GCHQ etwa, ein enger Partner des US-Dienstes NSA, arbeite beim Abhören des Internetverkehrs mit sieben großen Firmen zusammen. Nach den Medienberichten handelt es sich dabei unter anderem um die international tätigen Unternehmen British Telecom, Verizon und Vodafone. Auch deutsche Netzwerkbetreiber sollen mit dem Geheimdienst kooperiert haben. Theoretisch hätten ausländische Geheimdienste so auf wichtige Knotenpunkte im deutschen Internet-Verkehr zugreifen können. Einer dieser Knotenpunkte liegt auch auf Sylt.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier griff Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an. Ihr fehle "der Mut und das Rückgrat", um die Grundrechte der Deutschen gegenüber den USA zu verteidigen. Alarm schlug auch der oberste deutsche Datenschützer, Peter Schaar.

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