zur Navigation springen

DRK-Bilanz : Tausende Einsätze zum Wohl der Insel

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das Deutsche Rote Kreuz Westerland zieht für ein arbeitsreiches Jahr 2013 Bilanz . Allein vier Evakuierungen forderten die Helfer.

Dreimal die gesamte Erde umrundet – diese entsprechende Kilometerzahl legte die Fahrzeugflotte des DRK Westerland im Laufe des vergangenen Jahres zurück. Dabei entfielen 69 000 Kilometer auf Fahrten im Bereich der Insel, weitere 51 000 Kilometer wurden auf dem Festland gefahren – etwa dann, wenn Patienten in Fachkliniken oder in das Krankenhaus ihres Heimatortes befördert wurden; bis nach Süddeutschland führte dabei die weiteste Tour.

Insgesamt 5 057 Mal – knapp 150 Mal weniger als im Vorjahr – waren die Fahrzeuge des DRK im Vorjahr unterwegs. Allein 2 923 Mal war dabei ein Rettungswagen im Einsatz, 1 425 Mal wurden Krankentransporte durchgeführt und 709 Mal musste der Notarzt ausrücken. Sechs Mal gab es 2013 den Extremfall: Drei Notärzte waren zeitgleich bei Einsätzen vor Ort.

Während der Februar mit 122 Notfällen den schwächsten Monat des Jahres darstellte, mussten die Retter in den Spitzenmonaten Juli und August jeweils 360 mal ausrücken. Viel Arbeit somit für die 21 hauptamtlichen Rettungsassistenten und -assistenten – davon vier in der Ausbildung – wie auch für die mehr als 50 Ehrenamtlichen der DRK-Bereitschaft. „Sie sind eine wesentliche Stütze, indem sie unter anderem bei hohem Aufkommen an Einsätzen zusätzliche Fahrzeuge besetzen und den Sanitätsdienst bei Veranstaltungen stellen“, unterstreicht der DRK-Vorsitzende Karl-Heinz Kroll.

Insgesamt waren die Kräfte des DRK 2013 73 000 Stunden im haupt- und ehrenamtlichen Einsatz. Im Jahr zuvor waren es 75 000 Stunden.Die Bandbreite der Notfälle reichte dabei von Schlaganfall-Patienten über zwei schwere Motorradunfälle und ein prekäres Reitunglück bis hin zu mehreren Suchaktionen, bei denen die DRK-Rettungshundestaffel eingebunden wurde.

„Außergewöhnlich war, dass uns 2013 gleich vier große Evakuierungen nach Sturm oder Bränden auf den Plan riefen, wobei sich die Halle 28 auf dem Flughafen sehr bewährt hat“, erläutert Rettungsdienstleiter Arne Dekarz.

Mit einem Angebot von über 50 Kursstunden nahm die Weiterbildung 2013 einmal mehr einen wichtigen Platz ein, wobei die thematische Bandbreite vom „Trauma-Management“ bis hin zu „Kinder-Notfällen“ reichte. Gefordert wurden die Rettungskräfte bei der Großübung auf dem Hindenburgdamm – von Seiten des DRK Westerland waren 70 Helfer und 14 Fahrzeuge im Einsatz, um 83 vermeintlich Verletzte zu versorgen.

Lob spricht Arne Dekarz „der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Polizei, den Feuerwehren und der Klinik“ aus. „Einen besonderen Anteil daran hat auch die Feuerwehr Hörnum, die im Rahmen des First responder-Prinzips 84 mal medizinische Ersthilfe leistete.“

Eine wichtige Komponente stelle zudem die Drehleiter der Westerländer Feuerwehr dar, mit deren Hilfe 2013 unter anderem ein verunglückter Arbeiter von einem Baugerüst geborgen werden konnte.

Ein bedeutsamer Aspekt war für das DRK Westerland im vergangenen Jahr die dringliche Erweiterung der Rettungswache: „Dadurch konnten nicht nur neue Funktionsräume geschaffen, sondern auch die Fahrzeughalle vergrößert werden. Die neuen Tore entsprechen dabei jetzt den geänderten Standardmaßen für Rettungsfahrzeuge, so dass endlich kein Wagen mehr draußen stehen muss“, freut sich Karl-Heinz Kroll.

Was bleibt, ist eine an alle Sylter Hausbesitzer gerichtete Bitte, die seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholt werden muss: Unbeleuchtete oder gar fehlende Hausnummern kosten zumal bei nächtlichen Einsätzen wertvolle Zeit, die im Extremfall über Leben und Tod entscheiden kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen