Westerland : Syltshuttle-Unfall: Bundespolizei ermittelt gegen Bahnmitarbeiter

Der entgleiste Motorradwaggon  drückte einen Waggon eines anderen Syltshuttles auf dem Nachbargleis zur Seite.
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Der entgleiste Motorradwaggon drückte einen Waggon eines anderen Syltshuttles auf dem Nachbargleis zur Seite.

Nach dem Rangierunfall im Westerländer Bahnhof hat die Polizei ihre Ermittlungsergebnisse präsentiert. Der Unfallhergang ist aufgeklärt.

shz.de von
16. Oktober 2014, 16:39 Uhr

Westerland | Der Rangierunfall des Syltshuttle am 5. Oktober hat für einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn ein Nachspiel: Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 55-jährigen Bahnmitarbeiter, der als Rangierer an diesem Tag arbeitete und möglicherweise den abgestellten Waggon nicht ausreichend gesichert hatte. Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs wurde eingeleitet.

Ein Waggon für den Motorradtransport und ein Flachwagen des DB Sylt Shuttles wurden am 5. Oktober aus dem Gleis gedrückt, so dass eine Beladung des Autozuges nur noch über das Entladetermial möglich war. Es kam zu erheblichen Verzögerungen für die Nutzer des Autozuges.

Die Polizei befragte den Fahrdienstleiters und das Rangierpersonal. Das sind die Hintergründe: Der Autozug sollte aufgrund des erhöhten Rückreiseverkehrs verlängert werden. Dazu wurde der sogenannte „Motorradwagen“, der am Ende eines Autozuges platziert wird, abgekoppelt und abgestellt: Dann wurden die Rangierarbeiten fortgesetzt. Zwischenzeitlich hatte sich dieser Motorradwagen selbstständig in Bewegung gesetzt und war mit einem Flachwagen des Autozuges kollidiert. Das passierte um 19.15 Uhr.

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