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Sommer auf Sylt : Sylts Super-Sommer – ein Rekord

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Lister Wetterstation zeichnete mehr Sommertage am Stück als je zuvor auf. Inselwetter 2014 ist auf Rekordkurs

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Es war ein warmer Sommer. Sonnenklar. Gefühlt, und auch tatsächlich. Schleswig-Holstein weit war es in diesem Jahr so warm wie noch nie, und Sylt hat davon eine ganze Menge abgekommen. So hat die Wetterstation in List einen neuen Rekord aufgezeichnet: Vom 18. bis 26. Juli gab es dort neun Sommertage in Folge, also Tage mit mindestens 25 Grad. So viele Sommertage am Stück wurden dort seit Inbetriebnahme der Station im Jahr 1934 noch nicht aufgezeichnet. Der bisherige Rekord waren acht Sommertage am Stück im Jahr 1994. Der Juli hat den Sommer gemacht. Er brachte den Syltern auch die meisten Sonnenstunden: Allein in diesem einen Monat waren es 282 Sonnenstunden, 22 Prozent mehr als normal.

Ohnehin ist das Sylter Wetter in diesem Jahr auf Rekordkurs. Alle zehn Monate in diesem Jahr waren zu warm – verglichen mit dem Mittel von 1961 bis 1990, das als Vergleichswert herangezogen wird. Den wärmsten Monat erlebte Sylt – natürlich – im Juli. Es waren durchschnittlich 20,1 Grad, das sind 4,4 Grad mehr als der Vergleichswert. Und übrigens ist das der zweitwärmste Juli auf Sylt seit Beginn der Aufzeichnung der Lister Wetterstation. Wärmer war nur der Juli 1994 und das mit durchschnittlich 20,2 Grad auch nur ganz knapp.

Für den Oktober gilt das gleiche: Auch er war mit 13,5 Grad der zweitwärmste seit 1934. Lediglich 2006 war es mit 13,6 Grad noch etwas wärmer. Für Thore Hansen vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation steht fest: 2014 war es ungewöhnlich warm auf Sylt. „Es ist wahrscheinlich, dass es ein neues Rekordjahr wird. Denn der bisherige November war mit durchschnittlich 10,4 Grad auch 4,3 Grad wärmer als das Mittel“, so Thore Hansen.

Die Schönwetter-Bilanz kann auch der verregnete August nicht verhageln: Mit 170 Litern pro Quadratmeter fiel mehr als doppelt so viel Regen wie im August üblich. Damit ist der Monat der nasseste des Jahres. Im März hingegen war es sehr trocken, zu trocken: Mit 28,7 Liter pro Quadratmeter fielen nur 64 Prozent der üblichen Menge.

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