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Sylter Rundschau

23. Oktober 2017 | 04:55 Uhr

Sylts „Lesemaus“ des Jahres

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die vierjährige Luca-Pauline aus Westerland hat im vergangenen Jahr 486 Medien ausgeliehen und wurde in der Bibliothek geehrt

shz.de von
erstellt am 17.Mär.2015 | 17:52 Uhr

„Wir waren schon überrascht, als wir informiert wurden“, sagt Papa Florian Gränert, der zu Recht stolz auf seine Tochter Luca-Pauline ist. Mit ihren jungen vier Jahren hat sie nämlich im vergangen Jahr insgesamt 486 Medien in der Sylter Bibliothek ausgeliehen – mehr als alle anderen Nutzer der Bücherei. Damit ist sie die Leserin des Jahres 2014. Am vergangenen Freitag fand die Preisverleihung in der Bibliothek statt, die Ehrung übernahm Inselbibliothekar Jan-Christian Sangkuhl: „Ich zeichne weder eine Leseratte, noch einen Bücherwurm aus“, sagt der Erfinder der Auzeichnung, der von diesen Titeln nichts hören möchte. Viel mehr würde er ein interessiertes und kreatives Mädchen auszeichnen, das „einfach gerne Kind ist“, wie Mama Danielle Hartwig beschreibt.

Jeden Sonnabend macht sich die Familie auf den Weg in die Inselbibliothek, um sich für die Woche mit genügend Büchern, CDs, Filmen und Kassetten einzudecken. Lesen und schreiben kann die vierjährige Luca-Pauline natürlich noch nicht perfekt, allerdings übt sie schon fleißig und kann erste Erfolge verzeichnen. „Sie kann Mama, Papa und ihren Namen schon ganz gut schreiben“, sagt Papa Florian, der ihr jeden Abend vorliest. „Es ist schon wichtig, viel vorzulesen. Besonders die Klassiker von Astrid Lindgren haben einen hohen pädagogischen Wert und gefallen Luca-Pauline einfach gut.“ Das Lieblingsbuch des echten Sylter Mädchens ist unangefochten „Wir Kinder aus Bullerbü“, das schon mehr Zeit bei Luca-Pauline als in der Bibliothek verbracht haben soll. „Sie steht aber auch auf Hello Kitty“,gesteht ihr Vater, der auch sonst viel mit der kleinen Lesemaus unterwegs ist. Neben dem Lesen gehören nämlich auch Reiten, Voltigieren und Ballett zu ihren Hobbys.

Bibliothekar Jan-Christian Sangkuhl möchte mit dem verliehenen Preis aber auch eine Botschaft an die Politik senden: „Ich finde es wichtig zu zeigen, dass die klassischen Institutionen, wie es eine Bibliothek nun mal ist, noch benutzt werden und dass die Jugend doch noch liest.“ Für ihn sind gerade die Bücher wichtige pädagogische Hilfsmittel, die für die Didaktik der Jugend essenziell seien. Sowohl an den Schulen, als auch zu Hause müsse mehr gelesen werden: „Der Preis soll die Kinder und Jugendlichen ein Stück weit motivieren, wieder zum klassischen Medium Buch zu greifen“. Neben einem Blumenstrauß und einer Urkunde wurde Luca-Pauline auch ein Gutschein überreicht, damit sie ihr Bücherregal mit eigenem Material füllen und auch in diesem Jahr fleißig weiterlesen kann.

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