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Grüße von der Insel : Sylts beliebteste Postkarten

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ob kulleräugige Seehunde oder Strandmotive: Auch im Email-Zeitalter verschicken Sylt Urlauber gerne Postkarten. Einige Motive haben sich im Laufe der Jahre zu wahren Dauerbrennern gemausert.

Leuchttürme, der lange Sylter Weststrand im Sonnenuntergang und immer wieder Robben: Postkarten sind auch in Zeiten von Facebook, E-Mail und SMS immer noch ein Bestseller auf Sylt und werden vor allem im Sommer als Urlaubsgruß fleißig verschickt.

„Wir bemerken natürlich, dass in den Sommermonaten deutlich mehr Postkarten von der Insel gehen als im Winter oder auch von den nicht-touristischen Orten der Republik“, bestätigt Martin Grundler von der Deutschen Post. Der Pressesprecher des Unternehmens ist selbst ein großer Fan der Ansichtskarte: „Es ist einfach eins der schönsten Produkte, das wir haben“, so Grundler, „man kann damit seinen Lieben eine Freude machen und ihnen zeigen, dass man an sie denkt, ohne gleich einen langen Brief zu schreiben.“

Auf Sylt, so erzählt Grundler, sei jedoch auch ein neues Produkt auf dem Vormarsch: „In den vergangenen Jahren wird von Sylt vermehrt die Flaschenpost verschickt.“ Das sei eine flache Plastikflasche mit einem Korken, in der ein Zettel ist, der beschrieben werden kann.

„Diese neue Art der Postkarte verkaufen wir wirklich gut“, sagt auch Waltraud Petersen. Seit 18 Jahren ist sie für die Ansichtskarten bei „Wegst – Haus der Geschenke“ in der Westerländer Friedrichstraße zuständig und kennt alle Lieblingsmotive der Sylt-Fans. „Klassische Insel-Bilder – wie die Leuchttürme oder der Strand – verkaufen wir immer gut“, erzählt sie, „außerdem natürlich Seehunde aller Art und auch alte Motive, wie eine historische Aufnahme vom Autozug.“ Neue Postkarten-Trends kämen , so die Verkäuferin , ebenfalls gut an: „Der absolute Renner sind bei uns die 3-D-Motive, aber auch die preiswerten 40-Cent-Karten gehen oft über die Theke, davon nehmen die Leute meistens gleich zehn Stück.“

Der Sylter Verleger Frank Rosemann ist mit seinem Eiland-Verlag seit 38 Jahren im Postkarten-Geschäft und Fachmann auf diesem Gebiet. Seit Verlags-Bestehen hat er einen Bestseller: Die Robbe, die den Betrachter mit großen Augen anschaut (siehe Foto oben). „Wir wechseln zwar jedes Jahr die Motive aus, aber die Dauerbrenner lassen sich einfach nicht verdrängen“, sagt er lachend. „Zur Zeit sind aber vor allem nostalgische Karten wieder modern, außerdem der Inselriss und Luftaufnahmen in allen möglichen Ausführungen.“

Ein weiterer Dauerbrenner in seinem Karten-Repertoire: Das vom Sonnenuntergang angeleuchtete Rote Kliff in Kampen. Je kälter und regnerisches es wird, desto besser verkaufen sich natürlich auch Karten mit Schnee und weihnachtlichen Motiven“, so Rosemann, „Der Hund mit Weihnachtsmann-Mütze im Schnee vor Dünengras wird zum Beispiel sehr gerne gekauft.“ Apropos Weihnachtsmann-Mütze: „Rot ist eine wichtige Farbe auf Karten“, so der Verleger, „wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Karten mit roten Elementen, wie Schirme, Gummistiefel oder rote Schrift, besser verkaufen.“

Dass sich die Postkarte von den modernen Medien noch nicht hat verdrängen lassen, schließt er auf die Motive zurück, für die sein Verlag sich entscheidet. „Bei uns muss eine Karte einfach eine gute Fotografie sein“, erklärt er. „Es gibt Billig-Karten und Qualitäts-Karten, wir produzieren Zweiteres und legen Wert darauf, ein gutes Foto zu haben, welches man mit einem Fotoapparat oder mit dem Handy nicht so einfach knipsen kann.“

 

 

 

 

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erstellt am 24.Okt.2015 | 05:39 Uhr

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