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Sieger Dennis Mehlfeld : Syltlauf 2015: Start-Ziel-Sieg mit riesigem Vorsprung

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Beim 34. Syltlauf herrschten Top-Bedingungen. Gewonnen haben Dennis Mehlfeld aus Lübeck, Doris Marquardt aus Bonn und die „Hurrikan“-Staffel aus Uelzen.

Franz Beilmann, der Organisator des Syltlaufs, musste seine obligatorische Frage „Seid ihr reif für die Insel?“ mehrere Male an die startbereiten Läufer stellen, ehe er mit der Lautstärke des Echos zufrieden war. Erst dann konnte ein direkter Nachfahre der Sagengestalt Ekke Nekkepen am nördlichen Ortsausgang von Hörnum den Startschuss zum diesjährigen Rennen über 33,333 Kilometer geben. „Die Bedingungen sind gut für diese Jahreszeit“ gab der 77-jährige Beilmann vom Veranstalter TSV Tinnum vor dem Start bekannt, „trocken und nur eine leichte Brise von Osten mit Windstärke 4. Das hatten wir schon ganz anders, von Dauerregen bis Schneesturm war alles dabei.“

Der Favorit und Vorjahressieger bei den Männern, Ingmar Lundström vom DJK Gütersloh, startete mit der Nummer eins. Die Nummer zwei, die siebenmalige Syltlauf-Gewinnerin Manuela Sporleder vom TUS Germania Schnelsen, hatte leider abgesagt. „Dass der Streckenrekord von 1:51:51 h heute gebrochen wird, ist unwahrscheinlich. Diese für einen Volkslauf sehr schnelle Zeit ist im Jahr 2004 von Jens-Henrik Jensen gelaufen worden – einem Profi, der sogar dänischer Marathon-Meister war“, erläuterte Franz Beilmann.

Kurz nach dem Start schob sich die Sonne an den Wolken vorbei. Und Dennis Mehlfeld vom Lübecker SC an allen Mitstreitern. Der 28-jährige lief in einer anderen Liga: In Westerland an der Kurmuschel, wo eine der Verpflegungsstationen aufgebaut war und viele Zuschauer die Läufer anfeuerten, hatte der Schleswig-Holsteiner bereits einen riesigen Vorsprung auf den Vorjahressieger Lundström heraus gelaufen. Am Ende kam er mit satten acht Minuten Vorsprung und einer Zeit von 2:00:43 h an der Lister Kurverwaltung ins Ziel. „Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, unter zwei Stunden zu bleiben, aber der Ostwind auf den letzten Kilometern hat das leider verhindert“, sagte der Sieger kurz nach dem Zieleinlauf. „Am Anfang hätte ich wohl mehr Gas geben sollen. Aber die Kunst, die Kräfte auf einer Langstrecke richtig einzuteilen, ist eine der großen Herausforderungen beim Laufen. “

Schnellste Läuferin war Dr. Doris Marquardt vom LVA Bonn in 2:21:02 h. „Ich hatte gute Zugpferde, die Männer um mich herum haben mich bestens motiviert. Und da ich ursprünglich von der Küste komme, konnte ich auch gut mit dem Gegenwind auf den letzten Kilometern umgehen.“

1401 Läufer hatten sich auf den Weg von Hörnum nach List gemacht, darunter waren 448 Mannschaftsläufer in 56 Staffeln dabei. Wie in den Jahren zuvor kamen die meisten Läufer aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, davon alleine über 100 Teilnehmer aus Uelzen. „Mit den Uelzenern verbindet uns eine lange Lauffreundschaft. Ich würde mich sehr wundern, wenn deren Staffel dieses Jahr nicht gewinnt“, mutmaßte Franz Beilmann und sollte am Ende recht behalten: die „Hurrikan“-Staffel kam mit einer Zeit von 2:09:04 h als erste Mannschaft ins Ziel – es war der zehnte Sieg in elf Jahren.

Schnellster Sylter war zum wiederholten Mal der Fitness-Trainer Henning Leppek aus Hörnum. Er kam mit der immer noch sehr bemerkenswerten Zeit von 2:20:14 h in List an.

Die Organisatoren zeigten sich am Ende sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Erneut haben Franz Beilmann und seine Helfer vom TSV Tinnum ein großes Sylter Sportereignis über die Bühne gebracht. Bei herrlichem Sonnenwetter waren am Ende nicht nur die Läufer begeistert, sondern auch die vielen Zuschauer, die an Start, Strecke und Ziel die Sportler anfeuerten.

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erstellt am 16.Mär.2015 | 06:00 Uhr

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