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Sylter Sängerin : Sylterin will an die Spitze der Charts

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Viele Sylter kennen sie als Annett Kötting. Unter ihrem Künstlernamen Mia Weber möchte die Sylterin jetzt mit ihrer Single voll durchstarten.

shz.de von
erstellt am 01.Jul.2017 | 05:56 Uhr

„Hallo, ich bin Annett Kötting Schrägstrich Mia Weber“, sagt die schlanke Frau mit den langen blonden Haaren lachend, als sie zum Interviewtermin erscheint. Gerade hat die 46-jährige Sylterin, deren Künstlername Mia Weber ist, ihre neue Single „Durch die Nacht“ herausgebracht. Und sie könnte es damit weit bringen: Ihr selbstbewusstes Auftreten, ihr Aussehen und ihre Stimme haben ganz klar Star-Potenzial. Im Interview mit der Sylter Rundschau spricht sie über ihren musikalischen Werdegang, Sylt als ihr Paradies und ihre neue Single.

Frau Kötting, Sie stellen sich gleich mit beiden Namen vor. Werden Sie nun lieber Mia oder Annett genannt?

Ach, beides ist völlig in Ordnung (lacht). Auf der Insel kennt man mich als Annett von Syltfit. Ich bin Fitnesstrainerin und vor allem bekannt mit meinem Bootcamp, dass ich hier am Strand veranstalte.


Wie kamen Sie dann auf den Namen Mia Weber?

Mia ist schon seit vielen Jahren mein Künstlername, Weber ist mein Mädchenname. „Mia“ ist eine Zusammensetzung der Anfangsbuchstaben der Namen meiner Oma, meiner Mutter und mir. Das sind die Personen die mich geprägt haben, die mich zur Musik gebracht haben, die mich lieben und die ich liebe.

Wie lange machen Sie schon Musik?

Schon als Kind hat mich meine Oma immer mit in den Kirchenchor genommen, da hat eigentlich alles angefangen. Daraufhin habe ich eine Gesangsausbildung im Klassik-Bereich gemacht, bin mit 14 aber umgeschwenkt, habe mir das Gitarre spielen selber beigebracht und auch mein erstes Lied komponiert. Ich komme aus der DDR und habe dort dann viel in Altersheimen gesungen, bei kleinen Parteiveranstaltungen und Stadtteilfesten.


Sie sind jetzt 46 Jahre alt. Haben Sie Ihre musikalische Karriere immer verfolgt?

Ich habe immer Musik gemacht, aber tatsächlich gab es in meinem Leben auch mal einen großen Break, wo auch die Musik hinten angestellt wurde. Ich war elf Jahre lang Personalleiterin bei Schalke 04 und habe mich damals sehr auf die Karriere konzentriert und sowohl den Sport, meine zweite große Leidenschaft, als auch die Musik vernachlässigt.


Was hat Sie wieder zurück zur Musik gebracht?

Im Grunde habe ich das Sylt zu verdanken. Der Umbruch kam, nachdem ich 40 wurde. Damals begann ich, mich wieder auf das Wesentliche in meinem Leben zu konzentrieren, nämlich auf mich. Ich habe mein altes Leben über Bord geworfen und mein Mann und ich sind nach Sylt gezogen. Hier habe ich dann wieder mit dem angefangen, was ich wirklich liebe: Musik und Sport.


Ihre Single ist gerade erschienen. Wie würden Sie Ihre Musik bezeichnen?

Leider ist es ja so, dass in Deutschland Musik immer in Schubladen gesteckt wird. Aber ich würde meine Musik als deutschen Country-Pop bezeichnen, damit bin ich einverstanden. Mein Vorbild ist zum Beispiel die amerikanische Country-Sängerin Carrie Underwood, die ich sowohl als Musikerin und als Persönlichkeit sehr bewundere.


Ihr Song heißt „Durch die Nacht“ und Sie singen vom Meer, von schwierigen Zeiten und natürlich von der Liebe. Sind das persönliche Zeilen?

Es ist meine Geschichte, die ich da singe, meine Gefühle und Gedanken. Ich sehe es ein bisschen auch als Lied, dass von Sylt in die Welt hinausgeht. Beim Schreiben hatte ich allerdings schon ein bisschen Unterstützung von einem professionellen Songwriter.


Wo sehen Sie sich selbst? Möchten Sie Karriere machen und die Charts erobern oder ist die Musik eher eine Freizeitbeschäftigung?

Ich habe ein gesundes Selbstbewusstsein, möchte mich nicht verstecken und bin auch ein bisschen rebellisch. Ich weiß zwar, dass es ein weiter Weg bis nach ganz nach oben ist, aber ich sehe mich schon dort und will dahin. Das ist das Ziel, das ich mir gesetzt habe.


Wie reagiert ihr Umfeld denn auf ihre Ambitionen, die Charts zu stürmen?

Ich habe die Unterstützung von meinem Mann und meiner Familie. Mein Umfeld gibt mir immer das Gefühl, dass ich das schaffen werde, und das ist unbezahlbar.


Die Insel scheint Ihnen viel bei ihren Entscheidungen geholfen zu haben. Was bedeutet Sylt für Sie?

Die Insel ist für mich das pure Paradies. Sylt hat so viele Facetten, das ist einfach sensationell. Hier findet jeder ein Platz, an dem er sich am wohlsten fühlt: ob im Trubel oder lieber alleine am Strand. Ich persönlich bin hier innerlich wirklich zur Ruhe gekommen bin. Zwar bin ich immer noch ein Macher, aber ich habe mein inneres Gleichgewicht hier wiedergefunden. Daher fehlt mir als ehemalige Großstädterin die Großstadt auch absolut gar nicht.


Das Lied „Durch die Nacht“ von Mia Weber ist ab sofort als Download erhältlich (auf iTunes, Soptify, Amazon, Google, Deezer). Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mia-weber.com.

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